172 XXI. Souchays Antwort
sondetn daß es des Livius Gewohnheit nicht sey, siealle auf einer einzigen Seite zu gebrauchen.
Die Wiederholung des Wortes injuria in wenigenZeilen, rechtfertiget die Wiederholung der Redensart, neeistis e ?. K. chAiütate, L5c. Maxime vero e k. K. cliAni-t-ue, LA'r. noch lange nicht: denn hier ist nicht die Redevon der Wiederholung eines einzigen Wortes, wie manin der Antwort gesaget hat.
^riaratbe8 pa6em ubi ponat in sim non badet, be-weist nicht, daß dieser Ausdruck, L^raculnnis in suii con-jiüentibu8, schön Latein sey.
1?erra, dem lngri entgegen gesetzt, rechtfertiget nochden Ausdruck nicht, per tsrrsm, mari gutem, als sey erdem Livius geläufig; und in allen angeführten Beyspie-len, steht teern - - - mari, nicht aber fei" rerram.
Man könnte sich leicht aus der Schlinge ziehen, wennman sagte: es sieht in der Handschrift nur der bloßeBuchstab x, und auch dieser ist nur durch die Abschrei-ber hingesetzet worden; alsdann würden freylich die an-geführten Stellen ihre volle Kraft haben; aber alsdannwürde man auch von einer so gut lateinischen und bekann-ten Redensart nicht haben reden wollen.
Wenigstens ist dieses die Art, wie Herr Schöpflmdie Schwierigkeit beantwortet, die man wegen des Aus-druckes, krelec^uin gui ejus culpn nrccm amisillet, vor-gebracht hat. Du liesest gui, und man muß guoälesen, sagt Herr Schöpflin. Von Herzen gern! aberdas hebt die Schwierigkeit noch nicht. Man kann wohlguoä lesen, weil daö Wort allerdings abgekürzet ist;aber man kann doch nicht nmillstent lesen; wo ganz or-dentlich mnillilet, ohne den mindesten Zug steht, der eineAbkürzung andeutete. Man kann sogar mit Grundevoraussetzen, daß der Urheber des Fragmentes nichts ge-schickter gewesen, als der Verfasser von Virgils Leben,