aufHerrn Schöpflins Gründe. 171
Auf den andern Artikel der den Appius betrifft,antwortet Herr Schöpflin: Livius werde sowohl da-von, als von dem Zunamen Lauäex, an demjeni-gen Orte geredet haben, wo er die Siegesgeprangeder Consule beschrieben hat. Allein, außer daß die ka-pitolinischen Jahrbücher von diesem Siegesgeprange nichtswissen: so verschiebt auch Livius die Umstände so ihmeine dergleichen Ehre zugezogen, nicht auf die Beschrei-bung des Siegsgepränges selbst, sondern führet sie alle-mal auf ihrer gehörigen Stelle an. So macht er esim z. B. 24. Lap. und im z. B. 6z. Cup. in Ansehungder Siegögepränge des G. Fabius und L. Cornelius/des L. Valerius und M. Horarius, u. s. w. InAnsehung der Zunamen muß man noch hinzusehen, daßLivius gar nicht erst das Ceremonie! des SiegSgeprän-ges erwartet, um davon zu reden: I? xsvor xerculit ko-manas, auxitczuL pavorem LoickuliL vuluus, pcriculum-gue iutercurlu tum primuin pubelcemis lilü propulla-tum. lüa erit juveuis, penes guem perfc<lll llujuscsbslli laus eil, ^iricauus ob egreAiaiu viclonaiu cle 4u-nibale ?cxuiiffue appellatus. Uebri'gens, obgleich Po-lpbius das Lob des Appius in das einzige Wort 77«-§-«/Zo-kL>x eingeschlossen, so kann man dennoch sagen, daßer ihn gelobt habe. Dieß Wort, welches die Wörter-bücher durch tk-mers, aullscker, projeclla auäacia, aus-drücken, ist ja wohl allein so gut, als ein weitlauftiges Lob.
Nach diesem schreitet der Herr Abt Souchay zu de-nen wegen der Schreibart vorgebrachten Schwierigkeiten,und bemühet sich zu zeigen: daß fast alle Stellen derVertheidigung, das Ziel verfehlen.
So geht es insonderheit, sagt er, der Gelehrsamkeit,womit Herr Schöpfst,: den Gebrauch der Bindewörterzu vertheidigen suchet, womit die Rede verknüpfet wird.Man leugnet nicht, daß sie alle gut und zierlich sind ;man hat auch nicht gesagt, daß sie nicht Latein waren,
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