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196 xxiv. Gallier, über Platons Gespräch,
Begriffen noch einschalten, die seine Worte anzudeutenschienen; ja, man würde ihn nicht den göttlichen plarogenennet haben, wenn er auch zuweilen als ein Mensch ge-redet hätte. Daher kömmt es nun, daß er, anstatt beydem pllaro eine ganz menschliche Wissenschaft zu finden, zu-weilen die größten Wahrheiten der christlichen Religion beyihm anzutreffen meynet, und ihn aus einem Weltweisen,zu einem Gottesgelehrten machet.
Der Herr Abt Gallier hat sich, weil er vieleicht ge-glaubet, es möchte gezwungen lassen, wenn er alle Quel-len dieses Versehens entdecken sollte, damit begnüget, daßer nur dasjenige anführet, was Marstlius Licm von obi-gem Gespräche saget.
„plaro, heißt es, voll poetischer Raserey, die ihn, als„einen Sohn des Apollo, von Kindheit an überfallen,„hat, als die erste Frucht dieser Eingebung, das Gespräch„verfertiget, so er phädrus nennet. In dem Gast--'„mahle, handelt er von der Liebe, und durch eine noth-„wendige Folge, von der Schönheit; in dem phädrus„aber, Handeiter nur von der Liebe, bey Gelegenheit der„Schönheit, als dem Hauptinhalte des Gespräches. Die„ Rede des Lystas ist auf keine ungeschickte Art angebracht.„Die Schönheit gehöret dem Geiste, dein Gesichte und„Gehöre zu: folglich hat man Ursache, die Schönheit der„Rede, mit in diejenigen Untersuchungen zu mischen, die„man von der Natur der Schönheit überhaupt anstellet.,.
Es wäre unnütz, einen ausführlichen Aliszug ausMarstlius Licins Vorberichte zu machen. Man kannaus dieser Probe schon sehen, wie wenig er den Endzweckgetroffen, welchen plaro sich vorgesetzet hatte. Der grie-chische Weltweise verwirft des Lpstas Rede, die phä--drus für ein Meisterstück hielt, und merket an, auf wel-chen Stellen sie wider die Regeln verstoßen. Er findetallerdings, einen Reichthum in Ausdrücken, aber auch ei-nen