einiger alten Schriftsteller. 277
Man sieht wohl, daß beyde Uebersetzer der Aenderungdes rrialaspina gefolget sind, der den Namen des Me-rellus weglaßt; und daß sie auch das Wort ser nicht über»setzen, weil es lächerlich gewesen wäre zu sagen: daß Cice-ro seine Geheimnisse seinem Bruder eben so sicher vertrauenkönnte, als der Luft, den Felsen und öden Feldern. Auchdas non bomo haben sie weggelassen, weil in der Thatdieser Ausdruck sich zu dem Lobe nicht schickt, welches,nach ihrer Meynung, dieser Redner seinem Bruder we-gen seiner Verschwiegenheit und anderer guten Eigenschaf-ten, ertheilet,
Herr Rollin, der in seiner Anweisung die freyenKünste zu lehren und zu lernen, diese und noch einige an-dere Betrachtungen über diese zwo Uebersetzungen machet,ist der Meynung: man müsse in dem Texte nichts ändern,und er habe auch ohne diese Auslassung, einen sehr gutenVerstand. In der That sagt Cicero gleich anfangs: erhabe keinen Menschen um sich, mit dem er sich vertraut un-terhalten, noch seine Sorgen entdecken könne, um einigeLinderung von ihm zu hoffen. Denn, setzt er hinzu, meinBruder, der mich so zärtlich liebet, ist nicht hier. Me-rellus aber, ist nicht ein Mensch wie andere, dessen Um-gang mir im mindesten nützen könnte. Seine Gegenwartist für mich die erschröcklichste Einöde, wo man nichts, alsHimmel und Felsen sieht. Du aber mein liebster Freund,dessen Rathschläge und Unterredungen meinen Gram undmeine Sorgen so oft versüßet haben .... wo bist duansetzt? tu gutem, gui . . . ubinam ex?
Herr von Chambort, welcher den Herrn Rol-lin, bey Gelegenheit seiner kritischen Anmerkungen lo-bet, ist gleichwohl nicht seiner Meynung, daß indemTexte nichts zu ändern sey. Die Eigenschaften, so Ci-cero dem Metellus beyleget, non bomo, leci littug,der ihm in eben diesem Briefe und anderswo, Lobsprüche
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