Band 
Fünfter Theil.
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des Berges Vesuv. 285

als der einzige, darinne der Dichter vom Berge Vesuv re-det, fast zehn Veränderungen ausstehen müssen, damit dasWort Vesuv hinein kommen können; ais ohne welches erkeinen Verstand haben würde, wie man im Havercampsehen kann. Hier ist er in seinem letzten Zustande:

Huslis gyuä Lurvss locus ett, montemPie Veluvurn

Oyxlett csltäis ubi kumsnt kontibus suöius - - - - -

Aberso viel scheint doch, daß dieser alte Dichter denschweflichten Boden des Vesiws, und die herumliegendenwarmen Bäder, gekannt haben müsse.

Des Valerius Llaccus Zeugniß ist genauer. DieserDichter hatte sein Werk von den Argonauten, demVespastan, des Tims Vater, zugeeignet. Folglich hater noch vor der Entzündung, die unter diesem letzten Kaiservorgefallen, geschrieben.

8ic ubi yr«ruyti tonuit cum körte VekeviktesscriL letbslir syex L/-.

Silius Iralicus ist noch älter, weil er zu NrronsZeit gelebt, und folglich ist sein Zeugniß entscheidender. Erredet aber so von dem Berge Vesuv:

8ic ubi vi cscca tanciem cleviäiur, sci sürsLvomuit yskos yer kreis Veluvius ixnes,kt yelsxo öc terris kuis cü Vulesnis ^eüis.

Es scheint sogar aus diesen Versen: daß der Dichter ge-wußt, wie der Vesuv zuweilen zu Land und zur See Un-glück angerichtet.

Virgils Stillschweigen hatte man für einen Beweisangesehen, daß dieser Dichter die Feuerschlünde des Vesuvnicht gekannt, weil er nichts davon gesagt, er, der doch solange zu Neapel gewöhnet. Doch machte man die Ein-schränkung dabey, daß, da der Beweis nur verneinend ist,man nichts daraus folgern könne. Indessen zieht der Herr

Abt