284 xxvm. Banier von den Entzündungen
gen so das Feuer aus dem Vesuv in der Nachbarschaftverursachet, später geschehen seyn müssen, als TibersAufenthalt daselbst; und daß der Geschichtschreiber zugleicheine Anspielung auf den berühmten Brand machet, in wel-chem plinius umkam, und dessen Beschreibung er vomjünger» plinius gefedert, um die Umstände von seinesVätters Tode zu erfahren. Des plinius XVI. Brief imVI. B- der die ausführliche Beschreibung dieses Zufallesenthält, gedenkt keiner frühzeitigen Entzündung, und er-theilet in der hier obwaltenden Frage gar kein Licht: wor,auö man schließen muß, daß ihm selbst kerne ehemalige Ent-zündung des Vesuvs, so wenig als dem Dio bekannt ge-wesen, der diese Entzündung so wohl beschrieben. AuchTiphilin, der sie so prächtig beschreibt, als diejenige dienachmals unter des Geptimius Geveros Regierung er-folgcte, hat keine frühere gekannt.
Eusebius gedenkt in der 2095. Num. seiner Chronik,der Entzündung zu Kaisers Tims Zeiten; von einer frühe-ren aber redet er nicht, welches er doch gethan haben würde,wofern ihm eine bekannt gewesen. Gcaliger führet beydieser Gelegenheit nur den im 472WN Jahre erfolgten Auö-bruch der Flammen des Vesuvs an: welcher so erschrecklichgewesen, daß die Asche davon durch den Wind bis nachTonstantinopel geführet worden; und in dieser Stadt einsolches Schrecken verursachet haben soll, daß man zum An-denken dieser Begebenheit, daselbst ein jährliches Fest an-gestellet hat, welches den 8. Icluuiu, das heißt den 6. No-vember begangen worden. Dieses erzählet der GrafMarcellin, unter des LVarcianus und Festus Consu-late, lucücI. 10. Die Geschichte dieses Festes aber findet manin keinem Menologio der Griechen.
Diesen aus den Geschichtschreibern gezogenen Zeugnis-sen nun, füget Herr Banier noch das Ansehen der Dichterben. Anfangs zieht er nur einiger maßen mit Zwang desLucrez Zeugniß herbey, indem der 747. Vers des VI. B.
'als