Band 
Neunter Theil.
JPEG-Download
 

der Stadt Tyrus. ^

ram, ein mächtiger Fürst und Bundsgenoß zweener Köni-ge in Irael, hielt sein Hcfiager daselbst. Dieses lernenwir aus dem Briefe, welchen er an den Salomon bey Ge-legenheit des Tempels zu Jerusalem schrieb: ein Brief,welcher in den Archiven zu Tyrus aufbehalten worden, all-wo Joscphus ihn nach der Urschrift abgeschrieben, wie erselbst versichert.

Eben dieser Josephus berichtet K), daß Hiram dieStadt Tyrus an der Morgenseite vergrößert habe; indemer durch große Schüttungcn ins Meer, den auf einer benach-barten Insel stehenden Tempel des olympischen Juxn,rers damit verband. Dieses kann gewiß nicht auf s)ala-ryr gedeutet werden, einer Stadt, die im festen bände lag:wie Scylar in seinem Veriplus anmerket, und welcheScrabo dreyßig Stadien vom Meere angiebt. Außer-dem gierig deren Morgenseike gegen'den Libanon zu; undalso, wenn sie auch an dem Ufer der See gelegen hätte,würde doch ihre Vergrößerung, davon Joseph redet, nurvon der Abendseite start gehabt haben.

Der jüdische Geschichtschreiber erzählet in dem folgen-den Buche /): daß Salmanassar, König von Assyrien,nachdem er die Stadt Samaria eingenommen, die StadtTyrus mit einer Seemacht von sechözig Galeeren angefal-len habe, deren eine jede acht hundert Ruderknechte gesüh.ret; daß aber die Tyrier ihn geschlagen, ungeachtet sie nurzwölf Schiffe gehabt. Diese Sache beweist, daß Tyrusschon hundert und fünfzig Jahre vor dem Nebucadnezarsehr mächtig gewesen: denn es ist nicht möglich, dieses aufpalätyr zu ziehen; indem diese Stadt, nach dem Beyspie-le von Gidon und Ace, von Tyrus abgetreten war, umsich an den Salmanassar zu hangen. Josephs Text isthierin» ausdrücklich, und läßt nicht den mindesten Vorwandeiner Zweydeutigkeit.

Uebngeu»

Vlll. Lsp. ».

H lud, IX. Lszi. ult.