Band 
Neunter Theil.
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42 II. Fontenü, von Erbauung

„rer «), einsah, daß er die Stadt Tyrus nicht förmlich„würde belagern können, weil sie auf der Insel lag, noch„auch seine Kriegsmaschinen hinanbringen könnte, um deren„Vestungswerke zu zerstören: so wandte er sein zahlreiches„Kriegsheer an, den sckmalen Graben auszufüllen, welcher„die Insel von dem festen lande schied. Auf diesem Damme„legte er seine Bollwerke an, zerstörcte alle Gegenwehr der„Stadt, und eroberte sie solchergestalt, wie Ezechiel ge-„weiffaget hatte«.

Diese Erklärung ist sehr natürlich. Der heil. Hie-ronymus vermenget den Nebucadnezar nicht mit Ale.xandern, durch ein solches Versehen, welches derverwägcnetlstarsbam ihm auf eine so vertrauliche Weise vorrücket,die man wohl einer Unanständigkeit beschuldigen kann.

Nebucadnezar hat auch gar wohl mit einem un-zählbaren Kriegsheere dasjenige ausrichten können, was ei-nige Jahrhunderte darauf, Alexander mit seinen Mace-doniern ausrichtete; und vieleicht ist dieser junge Welt-bezwinger in seinem Unternehmen, durch das Beyspiel desKöniges von Babylon ermuntert worden. UngeachtetHieronymus seine Gewährsleute in dieser Sache nichtanführet: so ist es doch zu vermuthen, daß er sie aus irgendeinem alten Schriftsteller genommen, dessen Schriften zuseiner Zeit noch vorhanden gewesen. Allein, wenn auch,was er anführet, nur eine bloße Muthmaßung wäre: so istsie doch so wahrscheinlich, an sich selbst so möglich, und mitt emjenigen, was Ezechiel von der Lage der Stadt Tyrussaget so nothwendig verbunden; daß der heil. Kirchenvatergeglaubet hat, er könne es mit dem entscheidendsten Tonevertragen.

Was seine Erzählung noch bestätiget, ist, daß Eze-chiel uns selbst die übermäßigen Beschwerlichkeiten erzäh-let,

a) Lommcnt. in kreclnel. (üsp. XXIX.