48 m. Freret, Vorbereitung
III.
Des Herrn Frerets Untersuchn«-
gen über die geistlichen und philosophi-
schen Sagen der Indianer.
Als eine Vorbereitung zur Untersuchung ihrer
Zeitrechnung. 1744.
M^vZ^nter allen Sagen von alten Völkern, giebt es keine,welche, wenn man sie nach den Regeln einer gesun-den Kritik offenherzig untersuchet, bis auf das z 6 oOteJahr vor der christlichen Zeitrechnung hinausgeht; das heißt,bis auf diejenige Zeit, gegen welche die Zeitrechnung dersamaricanischen Handschrift, und der siebenzig Dollmct-scher ihre, die Wiederbevölkerung der Erden durch desNoah Kinder, sehen.
Es iH wohl wahr, daß einige Völker sich ein Alter-thum zugeeignet haben, welches sogleich den Zeugnissen derheil. Schrift zu widerstreiten scheint. Allein die mehrestenvon diesen Hirngespinsten verdienen nicht einmal eine ernst-hafte Untersuchung.
Die Sagen aller Völker bestehen aus zween Thei-len , die man nie zu sehr von einander unterscheiden kann.Wenn man aufdie Geschichte jedes Volkes zurück geht, so fin-det man allezeit, höher oder tiefer, einen Zeitpunct, überwelchen hinaus die Sagen aufhören historisch zu seyn; dasheißt, Begebenheiten von eben der Art vorzustellen, als diefind, die sich vor unsern Augen zutragen. Dort nun sinddie Bewohner der Erden keine Menschen mehr; es sindGötter, Schutzgeister, Ungeheuer, Riesen, kurz, Wesen von
ganz