zur Chronologie der Indianer.
Die in diesen Gegenden üblichen Arten des Gottesdien-stes, sie mögen nun den Fremden so verschiedentlich zu seynscheinen, als sie wollen, sind doch in der That nur Aeste einer-und derselben Religion. Man kann sie als so viel verschie-dene Secten betrachten, davon die wichtigste diejenige ist,welcher die Einwohner der Halbinsel zwischen dem Indusund Ganges anhängen. Und von diesen Indianerneben, ist in Herrn Frerets Abhandlung hauptsächlich dieRede.
Das allgemeine Lehrgebau ihrer Religion, scheint denReisenden unbekannt zu seyn H: die von dieser Sache allefast lauter Fabeln vorbringen, oder doch davon höchstens
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z. Der Aberglauben, dieUnwissenheit und die Dicht-kunst haben durch eine Kettevon seltsamen Erdichtungen,einen anfänglich einfältigen undsehr philosophischen Gottes-dienst verstümmelt. Das mitdiesen Fabeln erfüllete Volk,Halt sie für ein wesentlichesStück derjenigen Religion, zuwelcher es sich bekennet. Diemehresten Anspielungen, welcheAnfangs gebrauchet worden,metaphysische Begriffe auszu-drücken, auf denen das india-nische Lehrgebau beruhet, sindmit der Zeit dem Buchstabennach verstanden worden. Durchdiesen Widersinn, davon dieGeschichte so viele Beyspielerarbeuth, sind denn auch dieBildsäulen, welche bloß bestim-met waren, geistige Wesen un-ter einem sinnlichen Bilde vor-zustellen, unmittelbare Gegen-stände eines ungeheuren Got-tesdienstes geworden. Die
Symbol» haben sich in Götzen;die Götzen in Götter verwan-delt.
An Seiten der Fremden,welche uns von der indiani-schen Religion belehren wollen,entstehen die Widersprüche undVersehen aus vier Hauptur-sachen.
i- Die mehresteu Reisenden,welche uns von der indiani-schen Religion unterrichten wol-len, waren, weil sie mit ganzandern Gegenständen beschaff-tiget, und vielmehr Kaufleuteals Weltweise waren, sehr un-geschickt , den Grund des Got-tesdienstes, von der Menge vonFabeln zu entwickeln, dessengrobe Vermischung ihn ver-dunkelt und verdecket.
2. Da sie weder zu einerleyZeit noch in eilierley Gegen-den gereiset sind, so theilen sieuns Sagen mit, welchedem ih-nen bekannten Volke eiaen ge-wesen, und geben sie für dasallge-