82 IV. Frerets Anweisung
Landes, welches er besitzt, wird für nichts gerechnet, wenner nicht im Stande ist, es zu erfüllen.
Der überwundene Stamm kann sich durch seine Nie-derlage so geschwächet befinden, daß er genöthiget wird, sichmit einem andern mächtigern zu vereinigen, und sich ihm zuunterwerfen; oder auch sein Erbtheil zu verlassen, um ferndavon eine Heimath zu suchen. Findet er nun daselbst zu-weilen andere Stamme, die entweder schwächer, oder nichtso kriegerisch sind, als jener; so unterwirft er sich dieselben, oderzwingt sie, nur einen Körper mit ihm auszumachen: unddurch dergleichen Einverleibungen, kann er zu einem solchenGrade der Starke kommen, daß er wieder in den Stand ge-räth, in seine alte Heimath zurück zu kehren; und wohl gardenjenigen Stamm Unters Joch zu bringen, den er ehedemdaraus vertrieben hatte. Alsdann sieht man ein Volk,dessen Namen viele Jahrhunderte hindurch verschwundenwar, mit großem Glänze wieder erscheinen, und von neueineine große Rolle spielen.
So bald ein Stamm sich mächtig genug gemachet hat,daß er verschiedene andere unterdrücken kann; so leget sichdas Haupt dieses Stammes den Titel Fvhan oder Rahaubey, welchen man auch zuweilen Aakyan auSspricht. Als-dann wird der besondere Namen des regierenden Stammes,der Namen der Hauptstadt, oder des neuen Staates: we-nigstens ist er alsdann den Tarrarn unter diesem Namenbekannt.
So ward in dem fünften Jahrhunderte Christi, derNamen des Stammes der Türken oder Tourken, welchedie Cbmeser Toukue nennen, ein Namen aller Völker dertartarischen Nation. Die chmesrsthcn Jahrbücher lehrenuns, daß die Herrschaft dieser Toukue sich von der Vl)ol--ga und dem cajpjscben Meere bis in den Norden vonChina und Japan erstrecket, und die ganze Tarrareymit
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