Band 
Neunter Theil.
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94 !V- Frerets Anweisung

sind in gleichmäßige Fehler verfallen. Sie geben,;. E. dieNamen der Geren und Hunnen, den Ungarn, die dochvon einem durchaus verschiedenen Volke sind. Einige sogar die den Namen Magyares, verstümmelt haben, wel-chen die Ungarn sich in ihrer Sprache geben, haben Aga-ven: daraus gemacket 2), welchen einige Chroniken brau-chen, wann sie von ihnen reden. Dieser erste Irrthum zogdenn einen zweyten nach sich, indem einige Romanenschrei-ber diese Agarener für Saracenen gehalten, und sich Ein-falle erdichtet haben, die diese Leute in Burgund und Lo-thringen in dem zehnten und eilften Jahrhunderte gethanhaben sollen. Die Züge der Ungarn, oder Magyaren,welche damals in die Schweiz und Italien eindrangen,sind indessen der historische Grund dieser Romanen.

Diese Verwechselung alter und neuer Namen, hat dieGeschichtschreiber veranlasset, eine große Menge Fabeln vondem Ursprünge und der alten Geschichte der mehresten nor-dischen Völker in Europa zu ersinnen. Auf diesen Grundhat man in die Geschichte der Schweden alles eingemen-get, was uns die Alten von den Scythen und Geren mel-den : und die Geschichte der Hunnen des Amla, hat einenTheil der Geschichte von Ungarn ausgemachet. Hiehcrkommen so viele falsche historische Lehrgebaue, die mit dergrößten Hitze vorgetragen und verfochten worden; und dießvon Schriftstellern, welche glaubetcn: es läge ihre Ehre dar-an, daß sie der Nation, aus welcher sie entsprossen, dieThaten aller derer Volker zueignen müßten; die ehemalsebendasselbe Land besessen, oder auch dererjenigen, derenNamen nur einige Aehnlichkeit mit dem Namen dieser Na-tion hatten. Dean sindet in der Untersuchung der Geschich-te, bey jedem Schritte, Beyspiele dieser falschenLehrgebäue;und selbst unser Jahrhundert ist von dieser Krankheitnoch nicht recht genesen *).

Der

r.) Lliromc. sonst gelehrte prätorms in sei-

ch In diesen Fehler ist der nem dkulc LoMco verfallen,