Band 
Neunter Theil.
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die alte Geschichte zu erlernen. 95

Der Unterschied, oder die Uebereinstimmung der Spra-che, ist, wie schon bey der dritten Beobachtung gesaget wor-den, der geschickteste Character, diejenigen Nationen zu un-terscheiden, und zu erkennen, die einen gemeinschaftlichen Ur-sprung haben. Diejenigen, die nur eine seichte Kenntnißvon Sprachen besitzen, bereden sich: es gebe deren eine großeMmge, die wesentlich von einander abgehen; weil sie dieVerschiedenheit der Mundarten, für einen wesentlichen Un-terschied halten.

Man wird z. E. bey dem ersten Augenblicke denken,das Larein, Iralienisthe, Spanische, Gasconischeund Französische, wären so viel verschiedene Sprachen;und die Schwierigkeit, welche einer der nur eine von densel-ben versteht, antrifft, die übrigen zu verstehen, wird ihn einüberzeugender Beweis zu seyn dünken. Allein, eine auf-merksame Untersuchung wird zeigen, daß fast alle Wörterdieser fünf Sprachen in ihren wesentlichen Theilen einerleysind, und einerley Bedeutung haben; daß sie nur in eini-gen Veränderungen, und einigen verschiedenen Arten derAussprache unterschieden sind. Derjenige, der eine von die-sen Sprachen versteht, findet eine sehr große Leichtigkeit inErlernung der andern, in welchen er fast alle Wurzeln ineben dem Verstände genommen, antrifft; indem sie nur ge-ringe Abweichungen haben, die er gar bald kennen lernet.

Wir bemerken ferner mit dem Herrn Frerer, daßman in den Sprachen zweyerley erwägen müsse. i. Die-jenigen Wörter, welche die Menschen als Zeichen ihrer Be-griffe und Empfindungen festgestellet haben. 2. Die Ver-schiedenheiten, oder Veränderungen, welche sich mit diesenWörtern zutragen, und dazu dienen, die Verhältnisse anzu-zeigen, die diese Begriffe unter einander haben, und dieVeränderungen, die sich in diesen Verhältnissen eräugen.

Dieser

da er als ein Pohl gern alle doch das gothische EvangeliumGolden zu Sarmatern oder sattsam zeiget, daß sie einSlaven machen wollen: da deutsches Volk gewesen. G.