,zo v. Freret, vom Ursprünge
4. Laßt er die pelasger zur Zeit Deukalions, undfolglich vor der Ankunft derer vom Radmus nach Grie-chenland geführten Phönicier, nach Italien kommen.Nun muß ihre Ueberkunft später seyn, als diese Begeben-heit, indem sie den Dienst des Saturnus, und den barba-rischen Gebrauch Menschen zu opfern nach Italien brach-ten: welcher in Griechenland durch die phönicische Colo-nie eingeführet war.
5. Wie kann man sich doch vorstellen, daß Arka-dien , welches nur ein sehr kleiner Canton war, eine ZahlGolemen darstellen können, welche ansehnlich genug gewe-sen, um auf einmal die Nachbarschaft von Griechenland,die Inseln des Archipelagi, die Küsten von klein Asten,und fast ganz Italien zu besetzen? Mach ihrem Abzügeblieb gleichwohl Arkadien auch nicht leer, sondern allezeitein sehr bevölkertes Land, voller Dörfer, Flecken und Städ-te: wenn man dieses Wort in dem Sinne der Alten nimmt.Wer waren denn nun die neuen Einwohner desselben?
6. Die griechische Stadt Gpina, welche Dionystusvon Halikarnaß von den pelasgern erbauen laßt, warbey weitem so alt nicht, als er vorgiebt. Hatte sie zu Stif-tern die dodonischen pelasger gehabt; so wurde sie denZehenten ihres Gewinnstes nach diesem Tempel, und nichtnach dem delphischen geschicket haben. Hätten die Gal-lier sie gegen das öoote Jahr vor der christlichen Zeitrech-nung, oder da herum zerstöret: so würde sie auch von daan aufgehöret haben, ihre Opfer nach Delphis zu schicken.Nun aber schickete sie eben seit diesem Zeitpuncte dieselbendorthin. Sie hatte zu Delphis einen Schatz, und eineArt von Capelle; wovon Srrado und piinius e) re-den: und die einen Theil des Tempels ausmachen, welcherzur Zeit dieser Schriftsteller noch bestund. Nun war aber
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