Band 
Neunter Theil.
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-er Hyperboräer. 275

die deren Inhalt ausmachet, mühen er'nsskheils von einerSeite kommen, die berühmt genug ist, um Aufmerksamkeitzu erwecken; und anderncheilö unbekannt genug seyn, umallerley fabelhaften Umständen Platz zu geben. Man sahauch, daß gar bald aus einem einfältigen und ganz histori-schen Grunde, eine Menge Romanen über die Hyperbo-räer erwuchs: deren bis aufs lächerliche getriebene Wun-derbare, in der folgenden Zeit eine fruchtbare Quelle vonIrrthümern und neuen Widersprüchen gewesen ist.

Nach derjenigen Auslegung, welche alle griechischeund lateinische Schriftsteller F), dem Namen /-) der Hyper-boräer geben, bedeutet dieses Wort diejenigen, welche jen-seit des Boreas oder Nordwindes wohnen; und so weitdrüber hinaus wohnen, daß er auch in ihrem Lande niemalsweher, allwo folglich ein beständiger Frühling herrschenmuß. Man sieht wohl, wie viel seltsame und einander wi-dersprechende Muthmaßungen eine so wunderliche Auslegungveranlassen konnte. Wir wollen diese seltsamen Lehrgebäu-de näher besehen.

1. Die ersten über die -Hyperboräer erfundenen Er-dichtungen, die der Saamen zu allen andern gewesen sind,haben das Gedicht von den Arimafpen zum Grunde: wel-ches fälschlich einem gewissen Aristaus von jDroconnesuszugeschrieben wird; der in dem Alterthume wegen der Fa-beln berühmt war, die man aus seine Rechnung herausgegeben r). Dieser Schriftsteller setzet die Hyperboräer

So an

r) Dieser Mensch spielet in er, wie man saget, nach siebenden Legenden des Heidenthu- Jahren wieder daselbst zumrnes eine große Rolle. Man Vorscheine. Er versicherte fei-kann im Hcrodor die Erzähl ne Mitbürger, daß er in seinerlung aller Wunderwerke sin- Abwesenheit, den Apollo zu dende», die man ihm zugeschrieben. -Hyperboräern begleitet hakte;Nachdem derselbe aus seiner und sagete ihnen sein GedichtVaterstadt peoconnesmn plötz- über dieses Volk her; worauf erlich verschwunden war, so kam noch einmal verschwand. Die

Einwoh-