Band 
Neunter Theil.
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der Hyperboräer.

Wenn Livius die Folgen der Eroberung von Macedoni-en, durch den Paul Aemil beschreibt; so hat er uns zugleichden Inhalt desjenigen Rathschlusses aufbehalten, welchemzusolge dieser Feldherr eine neue Eintheilung dieses Landesgewachst hat ^). Paul Aemil theilete dieses Land in viergroße Abtheilungen ein, davon die dritte im Norden durchden Berg Boras umgränzet war. Der vierte Theil, sojenseit dem Berge Boras lag, stieß an Illyrien, und be-griff unter andern die Bezirke der Äeordäer, der Lynce-ster und der pclagoner.

Ungeachtet die Griechen mehrentheils den Nordwinddurch den Namen Boreas andeuteten: so hat man den-noch Beyspiele daß sie dieses Wort auch zuweilen Borrasoder Borasch ausgesprochen: und eben so, auf diese letzteArt, findet man es im Ararus und Eustarhius /), wel-che beyde in Macedonien geschrieben haben. Die Völ-ker welche jenseit dieses Berges Boras lagen, haben sichHyperboräer nennen können, und der Na-

men dieses im übrigen Griechenlande nicht sonderlich bekann-ten Berges, hat allem Ansehen nach, zu der Zweydeutig-keit 'Anlaß gegeben, welche alle die Erdichtungen veranlagjct hat, die man von einem Volke vorgebracht, dessen Spurschon seit langer Zeit verlohren gegangen war.

Nunmehr mag der Leser urtheilen, ob diese einfältigeErklärung die wahre Auflösung der Schwierigkeit sey.Wir wollen uns begnügen anzumerken: daß sie den HerrnFröret der Mühe überhebt, die in Ansehung der Hyper-boräer erdichteten Fabeln, stückweise durchzugehen; welche,da sie alle ziemlich neu sind, und keinen historischen Grundhaben, khr Daseyn bloß der Einbildungskraft, und ihr An.

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