Band 
Neunter Theil.
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einiger alten Grabschriften. 347

Kirche zu Lpsn hat auch seiner gedacht: Die commemo-rslur DnÄginecclelig hugchmenii. Diese letzcen Worte sindnoch nützlich, zween alte Gebräuche dieser Kirche zu erinnern.

1. Daß sie sich den Titel einer Heiligen gegeben, densie auch beybehalten.

2 . Dieses, daß sie in ihren Grabschriften angemerket hat,dieser oder der, sey in die Register (Dchc^cli-) der Haupr-kirche einverleibet worden; das heißt, unter wahrender Mes-se den Gläubigen mit lauter Stimme anbefohlen worden.Diese Gewohnheit machete einen Theil des alten gallischenKirchengebrauches aus, welchen man im IX. Jahrhundertefast gänzlich fahren ließ.

Zweyte Aufschrift ^).

Iu lmc locu reguievit Iwucgchg, Deo laorara guella,gu'r virain liiam grout gro^ol'uergt Zellit, gni vixit anno5XVl. rsmum; bestior in Domino con^ieiit inentem ll I 8,constu 'lldeucloü XIII.

Oben über der letzten Zeile steht ein Kreuz zwischenzween Tauben, und zwo Figuren von der Gillette oder ^lci».

Der Sinn dieser Aufschrift ist nicht schwer; man er-kläret sie schon, wenn man sie nur übersetzet: Hier rüderLeucadia, eine Gorr geweidete Jungfrau. Sie barso gcleber, als es ihrem Vorhaben gemäß war; al-lein sie dar nur sechszehn Jahre geleber. Sie istglücklicher gewesen, dieweil zu verlassen. Sie starbim Herrn, unrcr dem XIII. Lonsulate des Theodosius.

So erkläret in der That Herr Lebeuf die zwo letztenZeilen: Keacior in Domino coaäiäit meinem k 1? 8, das

heißt,

6) Man sehe die II. Kupfertafel.