z6o xxv. Lebeuf Zusätze zu FrerersAbhaM.
Die ersten Anmerkungen des Herrn Abtes Lebeuf,gehen auf die zwey Fragmente der Charte, welche man inCsnrad peucmgers Cabinette gefunden, und die so gleichvon weiserii herausgegeben worden. Diese Fragmente,beyde auf Papier, stellen einen Theil von Gallien vor.Unser Mitglied bestimmet beyder Alter. Das erste seheter in den Anfang des XI V Jahrhunderts; denn die Wei-len sind darauf mit arabischen Zahlen angegeben, deren Al-ter sich nicht höher erstrecket.
Diese erste Spur wird durch eine zweyte bestätiget;nämlich durch die Gestalt der Schlösser, Thürne, Gezelte,und Mauerzinnen, die auf diesem Blatte eben so gezeichnetsind, wie man sie damals bauete; und wie wir aus den Ge-bäuden damaliger Zeit schließen können, die noch ansetzt be-stehen. Das zweyte Fragment ist ein wenig alter; die rö-mischen Zahlen, und der gröbere Geschmack in der Bau-kunst, so man darauf erblicket, zeigen den Anfang des XIII.oder das Ende des XII. Jahrhunderts an.
Was peutingers Charte selbst betrifft, so ist sie vielalter. tVelscr glaubet, daß sie aufs späteste unter der Re-gierung des Cbeodosrus, oder seiner Kinder verfertigetworden sey; vicleicht ist sie gar ursprünglich noch viel älter,ungeachtet ihrer lsngobardischen Charactere. In derThat kann man muthmaßen, daß diese Charte kein Origi-nal sey, sondern nur eine Copie, die mit der Zeit von einemLonnodarSe» verfertiget worden. In diesem Falle wür-de» die Buchstaben, welche vorhin römisch gewesen, unterder Feder des Abschreibers longobardlfci) geworden seyn;eben wie man sie in I. liNorecs Ausgabe von 1598 römischgcmachet, und ihnen ihre alte Gestalt wieder gegeben hat.
Mit dieser ziemlich wahrscheinlichen Beobachtungfängt der Brief des Edmund Druy an. Er sehet, dem-jenigen zufolge, was man ihm davon geschrieben, noch hinzu,
daß