Band 
Neunter Theil.
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der Donau mit dem Rheine. 371

Welches sind denn nun wohl die wahren Ursachen, diedie Ausführung eines so heilsamen Anschlages verhindert ha«ben? Man muß gar keine andern suchen, so lange Rarlder große gelebet hat, als die Kriege, die er ohne Un-terlaß führen mußte; seit seinem Tode aber die Schwach-heit der mehresten seiner Nachfolger, ihre beständigen Zer-rüttungen, den Einfall der Ungarn in Deutschland, die bür-gerlichen Kriege, welche im Reiche niemals ein Ende Ze-noinmen, und die einander widerstrebenden Vortheile so vie-ler unumschränkten Regenren, welche sich in dieses weiteLand theilen.

Die Spuren dieses Grabens bestehen noch nahe beydem Dorfe Graben, welches seinen Namen daher bekom-men. Man bemerket allda einen kleinen Damm, davonHerr Gcvöpstin einen Theil verfolget hat; und der, wiedasige Einwohner berichten, bis an das Dorf Dettenheimin Schwaben gelaufen ist, wo die Rezac ihre Quellehernimmt.

Diese Abhandlung endiget sich mit Untersuchungenüber ein römisches Denkmaal, um dessen Gegenden man nochheute zu Tage Gräber, alte Steine, und eine große MengeMünzen findet. Es ist eine große Mauer, welche ehedemzur Gränze des Reiches wider die Deutschen gedienet hak.Sie läuft queer durch die Rezat, und den ganzen Theil derProvinzien von Schwaben und Franken, welcher vonder Donau bis an den Neckar geht. Diese Mauer, wel-che von der Unwissenheit und abergläubischen Bewunderungder Landeseknwohner, den Namen Teufelsmauer überkom-men, ist allem Ansehen nach ein Werk des Probus, wel-cher sie nach der Niederlage der Deutschen aufgeführet, umdie zwo großen Vormauern des Reichs, den ÄHkin unddie Donau zu versichern.

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