Band 
Neunter Theil.
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Z7v xxvl. Schöpfiin, von der Bereinigung

Rar! der große hatte Arbeiter, die in allen diesenTheilen geschickt waren: und wenn wir den Mönch vonAngoulesme befragen, so werden wir sehen, daß die Art,wie man damals die Schiffbrücken erbauet, von der unserigenwenig entfernet gewesen.

Allein, zwey Dinge macheken die Ausführung des Ca»nals viel schwerer. Fürs erste, der ausnehmende häufigeRegen, welcher gegen das Ende des 7yzste» Jahres so starkwar, daß er des Nachtes alles wieder zernichtete, was dieArbeiter des Tages mit großer Mühe aufgeworfen hatten.Indessen gehöret dieß Hinderniß unter diejenigen, die manmit Geduld endlich wohl noch überwindet.

Das zweyte war, daß das Erdreich, sonderlich an derlinken Seite, so wenig Festigkeit hatte. Um diesem abzu-helfen, ließ Aarl der große gleich anfangs nach der rech.ten Seite zu graben: und da er merkete, daß der Bodenimmer sumpfichter wurde, je naher man ihm kam; so ent»schloß er sich, den ganzen Raum, welcher die Quelle derRezar von der Alrmühl trennet, gänzlich auszutrockenen.Er hatte es auch so weit gebracht, ungeachtet ein gewisserneuerer Schriftsteller versichert, man habe damals noch nichtdie nach diesem erst erfundenen Mittel gekannt, das Gewäs-ser abzuziehen, und die Erde zu unterstützen.

Herr Schöpffin führet, als einen unlaugbaren Be.weis der Geschicklichkeit unserer Voraltern in diesem Stücke,den Glockenthum der Cathedralkirche zu Srraßburg an,welcher zu Anfange des eilften Jahrhunderts erbauet ist;ein Gebäude aus lauter gehauenen Steinen, ungefähr fünfhundert Schuhe hoch, welches auf lauter Pfahlwerk ruhet,und welches man endlich auf ein weiches, sumpfichtes Erd-reich, nahe an einem Strome zu erbauen gewußt hat; ohnedas? weder eine Zeit von sieben hundert Jahren, noch diebaufigm Erdbeben, noch die Anschwellungen des Wassers,dessen Festigkeit haben erschüttern können.

Welches