von den Jahrbüchern von 8t. Lertin. Z9Z
get, ist bis auf einige Abänderungen, von Wort zu Wortsaus Lc-isils Jahrbüchern abgeschrieben. Der Text derzweyten, welcher von L14. bis auf 8 zc>. geht, ist mit Egin-hards Jahrbüchern durchaus einerley s). Man weis derenZusammenträgt nicht, so wenig als den von dem dritten,welcher mit dem 8 z 6 . Jahre aufhöret. Der Herr AbcLebeuss welcher die Meynung des gelehrten Verfassers derRirchengeschichre ö) annimmt, hat in einer besondernAbhandlung bewiesen, daß der übrige Theil dieses Werkeseine Arbeit des prüde nrius, Bischofes von Troyjes, undvom Hinkmar,Erzbischosen von Reims fortgesetzet sey.
Ein einziger Einwurf nur schien denen zahlreichenGründen zu widerstreiten, auf welche unser Akademist seineMeynung stützete; und dieses ist die Art, womit die Jahr-bücher vom Lggsten Jahre sich vom Goöeschalk ausdrücken.Die Ausdrücke davon sind so hark, so weit entfernet von desprudenttus Gesinnungen; sie scheinen auch mit den Em-pfindungen dieses Prälaten über die allezeit bestrittenen Ma-terien der Prädestination und der Gnade, so wenig über-einzustimmen: daß man schon dadurch allein berechtiget zuseyn glaubete, einen andern Verfasser derselben zu suchen.
Allein die Antwort des Herrn Abres Lebeuf hebtdie ganze Schwierigkeit. Er will, daß nach dem Tode desprudenrius, das Original-Exemplar demHinkmar in dieHände gekommen sey; und man mit Grunde diesen letztem,dessen Feindschaft gegen den Godeschalk bekannt ist, imVerdachte haben könne, daß er den Artikel, welcher die Leh-ren und die Verdammung dieses Gottesgelehrten betraf,verändert habe. Alles was man von Hinkmarn weis,machete diesen Verdacht sehr wahrscheinlich; und außerdemtrug eine Lücke, die man auf dieser Stelle des Textes fand,
Bb 5 zu
«) Oissertgtions lur k bitt. ilc kr. >75«. 1'vm.r.Lccl. l-ib. 4t.