Band 
Neunter Theil.
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4^6 xxxi. Bonamy,

Ein zeitverwandter Schriftsteller von Rarln demkakien, redet von diesem Brunnen bey Gelegenheit einesseltsamen Zufalles, welcher, wie er saget, einem französi-schen Herrn auf dieser schönen Wiese begegnet wäre, Lerendie Urkunde des h. Lander gedenkt. Hier ist die Sa-che, so wie sie Herr Bonainy nach diesem Schriftstellererzählet, ohne daß er die Gewähre dafür leisten mag.

Ein gewisser Graf, Namens Bertrand, reiset? einS-Nlals im Sommer. Das Schicksal wollte, daß er sich aufder, nahe an dem Brunnen Tricmcs gelegenen Wiese auf-hielt, und seine Gczelte daselbst aufschlagen ließ />). DieBedienten und Pferde aus seinem Gefolge, richteten aller-ley Schaden darauf an. Der Wiesenhüter glaubece also, ermüsse dem Grafen Bertrand einige demüthige Vorstellun-gen dagegen machen, die er aber sehr übel aufnahm. Je-ner stellete ihm vergeblich vor, daß die Wiese dem bell.Dionyftus gehörete, und daß es eine Verachtung des Heili-gen wäre, daß man sich so seines Gutes bemcisterte, ohnedie Ordensleute darum zu befragen. Bettrand antworte-te mit einem unzeit igen Spotte: ^lllulir 36 verbnm Ijer-rranäus: non eAero oa Iierbg 8. Dionylium, gui in cueloolün cum Domino regnorer. Hierauf kamen die Mön-che selbst; allein sie wurden nicht besser empfangen, und dieDrohungen des Grafen erschrccketen sie so sehr, daß sie sichzurück zogen.

Dieß Verbrechen blieb nicht lange ungestrafte. Eswar ungefähr Mittagszeit, und die Sonnenhitze zwang denGrafen, sich in den Schatten zu legen. Kaum aber warer eingeschlafen, als ihn ein unsichtbarer Geistlicher aus sei-nem Schlummer zog, indem er ihm eine Tracht Prügel gab,und ihn wegen seiner ermangelten Ehrfurcht gegen diejeni-gen,

/tÄ» 88. Orä. LenelliÄ. Dom. ll. psz. Z46.

§rc. lll.