Band 
Neunter Theil.
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446 I.XVI. Leber,

war auch noch, so ward doch alles, was er als eine Pflicht an.sah, in seinen Augen heilig für ihn. Er studierete ordentlichzwölf bis drcyzehn Stunden des Tages; und da er einam-siges Arbeiten mit einem sehr glücklichen Gedächtnisse, einemreinen und leichten Begriffe, und einer großen Richtigkeitim urtheilen verband ; so setzete er zu seinem eigenen Unter,richte, eine Reihe vollständiger Tractake über alle TheilederTheologie auf. Diese Tractate sind noch vorhanden, undin seiner letzten Krankheit hat er sie den Händen eines Freun,des anvertrauet. Diejenigen aber, die im Stande sind vondergleichen Materien zu urtheilen, reden davon als von ej.nein vortrefflichen Werke.

Im ragten Jahre ward er Licentiat, und da er beyAustheilung der Plätze die oberste Stelle bekam, so nahmer den7ten April 1716. die Doctorwürde an sich, nachdemer noch nicht volle fünf und zwanzig Jahre alt war.

Im 1717km Jahre starb die Herzoginn von Elbeuf,seine Base, ohne Kinder, und hinterließ ein ansehnlichesVermögen, welches aber sehr verwirrt und unter Vielecken Er-ben zu vertheilen war. Die Familie, welche die unaus-bleiblichen Folgen solcher Untersuchungen, wenn man dengewöhnlichen Weg geht, wohl einsah, übertrug dieselbelediglich dem Herrn Abre von Rothe!in, welcher damalskaum mündig war. Dieser überließ sich auch gänzlich einerArbeit, die ihm ganz neu war, und für diejenigen selbst be-schwerlich ist, die derselben gewöhnet sind. Diese Arbeitbeschäffrigke ihn viele Jahre hindurch. Endlich kam erdoch damit zum Stande, nicht nur die Rechte der verschie.denen Erben zu ordnen; sondern auch noch ihre Antheile,und sogar ihre Anforderungen',mit einander zu vereinigen.Sie waren alle zufrieden, und von dieser Zeit an, bis anseinen Tod, ist er der Rathgeber und Schiedsrichter in sei-ner Familie gewesen. Jedoch wir müssen alles sagen:

sein