Band 
Neunter Theil.
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des Herrn Marquis vsn Caumonk. 477

allemal mit derjenigen Bescheidenheit vor, die ihm natürlichwar, und seine Verdienste noch liebenswürdiger macherc.

Er vermahleke sich nicht eher, als in feinern vier unddrenßigsten Jahre. Seine Liebe zu den Wissenschaften,und das Vergnügen, so er in deren Bearbeitung fand, mck-chetcn ihm vor einer Verbindung bange, die mehrrmheilsdieser Beschafftigung hinderlich ist. Im lösten Jahre,heurathte er Marien Elisabethen, eine Tochter Lud-wigs von Dom, Marquis von An

dieser fand er eine Gattinn, die so wohl wegen der Anmuthihres Körpers, als wegen der Annehmlichkeit ihres Witzes,und den Neizuugen ihrer Munterkeit, liebenswürdig war;und da sie in allein jcinem Geschmacke beykrat, ihm eineGlückseligkeit verschachere, davon er nie einen Begriff ge-habt. Er zeugte neun Kinder mit ihr, davon noch sechsam Leben sind.

Im i742sten Jahre, hatte er den Schmer:, in demböhmischen Feldzuge seinen ältesten Sohn zu verlieren, derin sehr/zarten Jahren schon gar viel von sich hoffen ließ.Der Herr Marquis von Laumsnr war bey diesem Ver-luste überaus empfindlich: und ungeachtet die glücklichen Ge-müthsarten der übrigen Söhne, die er noch behielt, ihmBe-wegungSgründe zum Troste hätten an die Hand geben sol-len ; so konnte doch nichts die Wunde heilen, die ihm ge-schlagen worden war.

Einige Zufälle, die er in einer andern Verfassung ge-duldig würde ertragen haben, schlugen ihn vollends zu Bo-den; er überließ sichallem seinem Schmerze, und da er auchnicht einmal suchte, sich denselben aus dem Sinne zu schla-gen, so litt seine Gesundheit endlich darunter. Die einge-zogene Lebensart bey beständigem Sitzen, welche er enocch-lts, entwickelte die Anfange einer Wassersucht, die sich cnd-lich ganz hervorthat, und an welcher er nach vier monarhli-