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n/m. Leben
Da er die Gelehrsamkeit und Wissenschaften um ihrerselbst willen liebele, so ward er auch ein Freund aller derer,die selbige bearbeiteten oder liebcten; lind wußte es so zuma-chen, daß er allen denjenigen, bey denen er eine Geschicklich-kcit antraf, denselben Geschmack beybrachte, mit welchem ererfüllet war. Er munterte sie durch sein Zureden auf, erstund ihnen mit Rathe bey, lind verscl>asftte ihnen alle Bey-hülfe, die ihm nur möglich war. Er versäumete keine Ge-legenheit, den Gelehrten Gutes zu thun: allein, eben dieseGelegenheit fehlete ihm oft; und an einem Orte, allwo derGeschmack durch solche Umstände wäre unterstützet worden,die die Talente erwecken, würde er allerdings der Gelehr-samkeit wichtige Dienste geleistet haben.
Seilte Bekanntschaften und gelehrter Briefwechsel,macheten, daß man sein Verdienst auch in auswärtigen Län-dern hochschätzete, allwo verschiedene Akademien ihn sich bey-gesellen wollten. Im i-^osten Jahre ward er in die kä-mest. Socieräc zu London aufgenommen; und >'m 174z.Jahre wirkete der Vorzug seiner italienischen Dichtkunst,daß die Akademie der Arkader zu Rom, ihn unter demNamen Rodanio aufnahm. Man weis, daß in den meh-resten derer poetischen Akademien, welche Italien anfüllen,diejenigen, die darinnen aufgenommen werden, einen akade-mischen Namen annehmen; dieser Namen Rodanio, waralso ebenfalls eine Anspielung auf den Ort des Aufenthal-tes deö Herrn Marquis von Eaumont an den Ufernder Rhone.
Seit dem i7z6sten Jahre, war er in unsere Akade-mie unter dem Titel eines auswärtigen Ehrenttliedeszum Driefwechjel aufgenommen.. Er schicket- der Aka-demie alles ein, was er von seltenen und sonderbaren Denk-mälern fand, und begleitete solche mit seinen Muthmaßun-gen; allein so glücklich Liese auch waren, so trug er sie doch
allemal