Band 
Neunter Theil.
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I.XIX.

Leben des ältern Herrn Four-

monks. In der öffentlichen Versamm*

lung nach Ostern 1746. vorgelesen.

KfArephan Fourmont ward zuHerdelai, einem Dor-fe unweit Paris, den 2zsten Iunius 1683 geboh-ren. Sein Vater war Stephan Lourmonr,dieses OrtcS, und seine Mutter Carl) arma Jymard.

Ein natürlicher Verstand, und eine Begierde zumLernen, die sich frühzeitig hervorthat, bewogen den Pfarrerdes OrtcS, sich seiner ersten Erziehung anzunehmen. Erverlor seinen Vater, als ein Knabe von acht Jahren. Diegroße Hoffnung, die er damals von sich gab, bewog seinerMutter Bruder, Domherrn zu St. Merri, ihn nach Pa-ris kommen zu lassen. Er ward in die fünfte Classe desMazarinischcy Collegii gethan; allein, noch vor dem En-de des Jahres, kam er in die vierte. Er kam so geschwin-de in allem fort, daß seine Lehrer für ihn die gewöhnlicheZeit der Classen verkürzeten, und er in jedem Jahre zwoClassen durchlief.

Er legete sich auf das Griechische' mehr, als man ge-meiniglich zu thun pflegt. Sein Oheim, der ein Gelehr-ter war, gab ihm besondere Stunden in dieser Sprache:folglich war er darinnen der stärkeste Schüler, den man inlanger Zeit gesehen hatte, und trug allezeit den Preis davon.Der Nutzen, den er in fleißiger Lesung des Buches, von dengriechischen Wurzelwörtern, in französische Verse gebracht,gefunden, brachte ihn auf den Anschlag, ein gleiches von derlateinischen Sprache zu verfertigen: und dieß richtete er insWerk, da er' nur noch ein Schüler war.

Dieß