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I-XIX. Leben
Dieß Buch ward so gleich sehr wohl aufgenommen;man bedienete sich dessen in verschiedenen Schulen, insonder-heit in der von den vier Nationen. Allein, da die ersteAuslage davon abgegangen war, so wollte einer der Lehrersich der zweyten bemächtigen, und wenigstens den Vortheilmit ihm theilen. Herr Fourmonr schlug eine so nachthei-lige Vergesellschaftung aus. Das Werk ward nicht wie-der gedrucket; und man hörete auf, sich desselben zu bedie-nen, weil man keine Exemplare mehr davon hatte.
Im i7OOten Jahre, verließ Herr Fourmont dasHaus seines Oheims, und trat in die Brüderschaft derDrey und dreyßiger ein, um daselbst die Philosophie zu er-lernen. Da er sich dem geistlichen Stande widmete, soließ er sich die Tonsur geben, und nachdem er mit der Welt-weishcic fertig war, fieng er in eben diesem Hause die Theo-logie an. Ein ungefährer Zufall, verschaffete ihm ein Zim-mer neben demjenigen, welches der Herr Abt Sevin be-wohnete, welcher seitdem auch unser Mitglied geworden;und diese beyden gewannen gar bald eine Freundschaft ge-gen einander, die sich nachmals beständig erhalten hat.
Der Abt Sevin hatte in der Provinz studieret. DasBeyspiel, und der Umgang seines neuen Mitschülers, lehre-ken ihn gar bald, was ihm noch fehlete, und er hatte dasHerz, so zu reden, noch einmal sein Studieren von vorn an-zufangen. Herr Fourmonr schlug ihm vor, sie wolltenmit einander alle classische Schriftsteller durchlesen, ja auchverschiedene von denen, die man in den Classen nicht erklä-ret. An Büchern fehlete es ihnen nicht. Herr Fourmonthatte die von seinem Oheime, zu seinen Diensten: und seineehemalige-t Lehrer auö dein Mazarinischen Collegio, lie-hen ihm ebenfalls welche. Außerdem hatte noch Herr Bor,leau, der Docror, ein Freund von des Herrn Adres Ge-vin Barer, welchem man den Anschlag entdecket hatte, sei-nen Büchervorrach angebothen. Mail machete vor dem
Collegio