des altern Herrn Fourmoms. 485
sagen. Da seine Gelehrsamkeit bekannt genug war, so warder einhällig angenommen, und man erließ ihm das Ceremo-nie! : so, daß er keine andern Besuche abstatten dorfte, alsum seinen neuen Mitbrüdern zu danken. Seit derselbenZeit, ist er allemal bey unsern Versammlungen sehr fleißigerschienen.
Als im Ärzten Jahre Herr Galland, ein Beysitzer,dieser Akademie, und Lehrer der arabischen Sprache, aufdem königl. Collegio gestorben war, ward Herr Fourmonevon dem Könige zur Bekleidung dieser zwo Stellen erwäh-let. Man glaubet leicht, daß er bey derjenigen Leichtig-keit, die er bey allen Sprachen überhaupt fand, die Erler-nung einer so weitläufigen Sprache, als die arabische ist,nicht werde verabsäumet haben: darinnen wir eine großeMenge wichtiger Werke besitzen, und die man so gar alseine Mundart deö Hebräischen ansehen kann.
Er hatte Unterricht von den Herrn de la Croip und(ballernd genossen; und durch sein eigenes Privatbestre-ben, hatte er sein Gedächtniß, welches wunderwürdig war,mit allen arabischen Wurzelwörtern angefüllet. In weni-ger als einem Monathe, war er rm Stande gewesen, mitungcmemer Fertigkeit des Verstandes, darüber sie erftau-neten, die Geschichte des Tiinour, durch den Acabschahzu erklären. Man weis, daß dieß Buch in der zierlichstenSchreibart abgefaffet ist, die sehr figürlich, und folglichsehr schwer ist.
Da Herr Fourmont frühzeitig angefangen hatte, diegelehrten Sprachen zu lehren, und die mchresten seiner Schü-ler, Lertte waren, deren Verstand bereits gebildet, und durchStudien von einer andern Art bearbeitet war: so war esnicht möglich, sie auf demjenigen blinden Wege zu führen,auf welchem man Kinder leitet. Es war nicht genug, daßer ße nur die Regeln und Grundsätze derjenigen Sprache
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