484
I-XIX. Leben
Zusammenkünften ein; so, wie auch der Heer AbtSevin.
Nach diesem kamen einige Werke von dieser kleinenAkademie zum Vorscheine. Der Herr Abr Sevin gab1709 seine Abhandlung über den Menes, und 1712 seineAntwort auf eine Kritik heraus, so man davon gemachet hatte.
Herr Fourmonr ließ in eben denselben Jahren 1709und 1710 zween Briefe drucken, in welchen er einige Stel-len der Auslegung Calmers über das erste Buch Mosesuntersuchet. In diesen verficht er die Sache der jüdischenAusleger, und zeiget, daß man nicht im Stande wäre, dieRabbinen überhaupt zu verachten, weil etliche unter ihnenTräumereyen vorgegeben hatten. Diese Unbilligkeit wür-de eben so groß seyn, als einiger Kunstrichter ihre: welchevon allen geistlichen Schriftstellern, nach einigen sehr ver-ächtlichen Legendistcn, urtheilen wollten, die sich unter ihnenbefunden.
D. Calmet antwortete in vier Briefen: allein, dader Streit hißig ward, und zu weiklauftigen Untersuchun-gen über solche Puncte Anlaß geben konnte, von denen esallemal gefährlich ist, daß man sie polemisch abhandele; sovermochten die Freunde des Herrn Lourmonrs ihn, dabeystehen zu bleiben.
Seit dem 1705km Jahre, war Herr Baudelot mitden Gedanken umgegangen, wie er den Herrn Fourmontin unsere Akademie bringen möchte. Allein, entwederer habe diese Verbindung gesehener; oder einigen Wider-willen gegen den Titel gehabt, bey welchem man da-mals ansangen mußte: so hat er allezeit dieses Anerbiekhmausgeschlagcn. Als nun im i?iZten Jahre eben dieser HerrBaudelor ein Recht überkam, einen Mve zu ernennen: soschlug er ihn der Akademie vor, ohne ihm etwas davon ;u
sagen.