Band 
Neunter Theil.
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des altern Herrn Fourmonts. 487

große Verschiedenheit in den Sprachen verursachet: indemnicht alle Menschen über einerley Zeichen, eins gewordensind. Allein, es giebt noch eine andere und fruchtbarereArt von Verschiedenheit; nämlich diejenige, die inderWahlderer Mittel herrschet, welche man anwendet, um die Ver-bindungen und das Verhältniß auszudrücken, welches wirzwischen den Begriffen, den Wirkungen und Gegenwir-kungen, die die Gegenstände einer auf den andern haben,und dem Eindrucke gewahr werden, welchen sie auf uns.selbst machen. Dieses ist es, worinnen eigentlich dieGrammatik besteht; und dieses ist eben dasjenige, was amwunderlichsten und schwersten in den Sprachen zu unter-scheiden ist.

Einige drücken alle Sachen durch die einzige Anord-nung der Worte aus. Der größte Haufen gebrauchet sichbesonderer Zeichen, um die mannichfaltigen Verhältnisseauszudrücken. Allein, auch unter diesen, finden sich einige,die diese Zeichen mit denenjenigen verbinden, welche bereitsbestimmet waren, die Begriffe selbst auszudrücken; so, daßdie zwey Zeichen zusammen genommen, nicht mehr als ei-nes und dasselbe Wort bilden.

In jenen Sprachen, wird die Veränderung der Ver-hältnisse zwischen den Begriffen, durch eine Veränderungin dem Worte selbst angedeutet. Diejenigen, die über derWahl gleichlautender Töne, damit sie Zeichen besondrerBegriffe seyn sollten, und auch derselbigen Mittel, um dieVerhältnisse und Veränderungen des Verhältnisses, zwischenden Begriffen, eins geworden; diejenigen, sage ich, welcheüber derselben Weise, dieselben Zeichen zu brauchen und zu-sammen zu fügen, eins werden, reden auch einerley Spra-che, und können mit einander umgehen. Ganz geringe Ab-fälle von Verschiedenheit, bringen verschiedene Mundartenhervor: allein diese Verschiedenheiten sind nicht hinreichend,eine neue Sprache hervor zu bringen.

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