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I-XIX. Leben
Man sieht hieraus, daß jede Sprache einer Art vonLehrgebäude folget, in welchem alle besondern Regeln eineFolge eines allgemeinen Grundsatzes seyn müssen: welcher,wenn er im rechten Verstände genommen wird, die Ursacheder Ausnahmen, wenigstens in den reinen und Mutterspra-chen abgeben wird. Denn vielcicht laßt sich dieses bey denen-jenigen nicht thun, die, da sie nur ein Mischmasch vielerandern sind, nicht so wohl Sprachen, als ein Geschnatterheißen möchten.
Dieses jeder Sprache eigene Lehrgebau, war eben das,was Herr Lourmonr sich am meisten bcmühete, aus ein-ander zu setzen; und in denen verschiedenen Grammatiken,die er herausgab, zu bestimmen.
Schon im i7v7ten Jahre, marseine hebräische Sprach-lehre, vor» welcher alle, die sie gelesen haben, mit großen Lo-beserhebungen sprechen, von dem Herrn pinssonac, Leh-rern der hebräischen Sprache auf dem königl. Collegio, zumDrucke durchgesehen worden. Man weis aber nicht, wasihn zurück gehalten, sie herauszugeben.
Man hat auch unter seinen hinterlassenen Schriften,noch eine griechische Sprachlehre, nach einem neuen Ent-würfe ; und eine andere für das Syrische, eine für das Ara-bische, und eine für das Persiam'sche gefunden. Viele sei-ner Schüler, behalten noch Abschriften von diesen letztemauf; oder doch wenigstens Auszüge, die er für sie gcma-chet hatte.
Eben in dieser Absicht verfertigte er kleine Wörter-bücher, welche alle Wurzeln dieser Sprachen in eine ArtVon französischen Versen eingekleidet, enthielten: die derenBedeutung an die Hand gaben, und durch ihren Wohlklangleichter zu behalten waren, als bloße Register, die in demGedächtnisse nur geringe Spuren zurück lassen. Man hat
gesehen,