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L-XIX. Leben
so hatte er sich ein Ansehen angewöhnet, woraus man hattemuthmaßen sollen, ersähe alle Menschen nicht anders an,alsob he allezeit seine Schüler bleiben sollten.
Er hatte sich anfangs zum geistlichen Stande bege-ben : allein, ungeachtet dieser Stand seiner Art von Studiensehr gemäß zu seyn schien, so verließ er ihn doch bald; undnachdem er die Theologie erlernet hatte, so studicrete erdie Rechte, in welchen er auch sogar Würden annahm. Ererlcrnete auch die Arzeneykunst; allein er übeke keine vonbeyden Professionen : deren Ausübung nur dann nutzbarwerden kann, wenn man sich ihnen ganz und gar widmet, lindbey welcher die Zerstreuung, die die Wissenschaften verur-sachen, auch diejenigen, die die meiste Verbindung damit zuhaben scheinen, vieleicht noch schädlicher ist, als diejenigenZerstreuungen sind, die die Liebe zum Ergehen wirket.
Er ist zweymal verheurathet gewesen, das erstemal1711. mit der Lrancijca Boucles de Douzy, welche seineAnverwandtinn war; das zweyte mal 17z?. mit AnnenMargarethen Maller: er hat aber aus beyden Ehenkeine Kinder gehabt.
Ungeachtet seine Leibesbeschaffenheit zärtlich war, s)hakte er doch bis 1754. einer ziemlichen Gesundheit genossen,als er einen Anfall vom Schlage, oder eine Lähmung,wie er es nannte, bekam. Er lag einige Stunden, ohneein Wort sprechen zu können; indessen zertheileten die Ar-zencymitkel diesen Anfall.
Im irrten Jahre hatte er einen abermaligen undviel stärker« An s all vom Schlage. Hier blieb er langer alsvierzehn Tage stumm. Er ward auch niemals wiederganz gesund, und behielt eine schwere Sprache, die von Zeitzu Zeit abnahm, aber niemals wieder geläufig ward.