524 L-XX. Leben
I.XX.
Leben des Herrn Abtes Four-
mvltts. In der öffentlichen VersamM
lung nach Ostern, 174t). in der Akademievorgelesen.
ickael FourmSM, ward zu Herbelai den 25kmSepremver 1690 gebohren. Er war das vierteund letzte Kind Stephans Fourmonts, undCatharinenJomarden, und sieben Jahre jünger als der-jenige, dessen Leben wir jetzt angehöret haben. Er warkaum drey Monathe alt, als sein Vater starb. Seine Mut-ter verlohr er im sünften Jahre, und befand sich sowohl, alszwo Schwestern, die »och sehr jung waren, bey einem sehrMittelmäßigen Vermögen; welches noch dazu durch nachläs-sige Vormünder verwaltet wurde.
Als ein gewisser Anverwandter, den er zu pomoijehatte, viel Lebhaftigkeit und Witz an ihm merkete; so nahmer ihn zu sich, in der Meynung, ihn zu seiner Profeßion zuerziehen. Er brachte auch verschiedene Jahre bey demsel-ben zu, und zog nachmals zu einem Bruder aus seines Va-ters erster Ehe, der viel älter als er, und fiskalischer Procu-ratoc zu < 7 ormeiIIo 8 in pansts war. Der junge Lour-monr fühlete gar keinen Geschmack an einer solchen Lebens,art. Ein innerlicher Trieb zog ihn zu den Wissenschaften:allein, er wußte auch die ersten Anfangsgründe davon nichteinmal, und es fehlete ihm durchaus an Beyhülfe.
Er wandte sich also an feinen Bruder, der sich durchseine griechischen, hebräischen und syrischen Vorlesungen, dieer damals in Paris hielt, berühmt gemachet hatte: allein
dieser