Band 
Neunter Theil.
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des Herrn Abres Fsurmonts. 505

dieser Bruder, der selbst fast von nichts, als diesen Vorle-jungen lebete, hielt nicht dafür, daß er die Sorgfalt überjer'ne Erziehung, und seinen Unterhalt über sich nehmen! önnte. Dieser junge krgÄicuü mußte sich also wieder nachLormeilles wenden , und seine erste Handthierung aber«mals ergreifen.

Herr le Bret, ein Bruder der obrigkeitlichen Personeben dieses Namens, welcher in der Provence Präsidentund Intendant gewesen ist, wohnete dazumal in der Nach-barjchast von Cormeilles. Dieses war ein sehr gottcö-fürchtiger Herr, der in der Eingezogenheit lebete. Ein un-gefährer Zufall brachte dem jungen Lourmom, welcherdamals noch nicht sechszehn Jahre alt war, seine Bekannt-schaft zuwege; und er nahm die Eindrücke der Gottesfurcht,die Herr le Drer ihm beybrachte, ohne Schwierigkeit an.Er verließ auf dessen Anrathen das Land; und ohne seinenFreunden ein Wort zu sagen, gieng er nach Anjou, und be-gab sich in die Gesellschaft frommer Einsiedler, von wel-chen eine gemeine Sage geht: daß sie von einem Grafenvon Moret, einem natürlichen Sohne Heinricbs des IV.eingesetzet worden. Hier brachte er acht Jahre zu, undwürde vicleicht sein ganzes Leben hindurch daselbst geblie-ben seyn, wenn diese Einsiedler ihm erlaubet hätten, denOrden anzunehmen.

Diese abschlägige Antwort, nebst der langen Weile,bey einer Lebensart, wo man sehr viel Zeit auf äußerlicheHandlungen, nichts aber auf den Verstand wendete, ver-ekelten ihm diese Lebensart. Er entschloß sich, an seinenBruder zu schreiben, um ihm nochmals seine vorige Bittezu wiederholen; allein, er erhielt nichts. Indessen erfuh-ren doch die Seinigen aus diesem Briefe, wo er hingekom-men wäre, denn man hielt ihn für todt.

Als einige Zeit darauf diese Brüderschaft eine Gnadevon dem Herrn eines benachbarten Gutes zu erbitten hatte,

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