des Herrn Abtes Mongault- zzz
Da nun in der folgenden Zeit einige dieser Helden,(denn so nannte man sie) Namen führeken, die mit den Na-men einiger alten Gottheiten übercin kamen: so vermenget«:man sie nach und nach mit einander. Herkules, ein Sohn ^der Alkmene, ward zu eben demselben phönicischen Her-kules, den man zu Tbasos anberhete. Die Söhne derLeda wurden ferner nicht von den Diofcucen, oder Ea-biren in SamorGracien unterschieden; und man fleugan, ihnen wirklich Opfer zu bringen. Bald nahm dieZahl dieser Helden ins Unendliche zu. Eine jede Stadt, jajedes Dorf wollte seinen eigenen haben: und nach undnach ward der alte Unterschied unter den Göttern und Hel-den, durch die Andacht des Volkes gar vertilget. Gleich-wohl gestund man die mit diesen Titeln verknüpften Eh-renbezeugungen, den lebendigen Menschen erst sehr spat zu.Alexander hat sie niemals genossen: ungeachtet er Jupi-ters Sohn seyn wollte; und das Volk glaubete, er wäredenen alten Helden gleich, die sie verehrecen.
Erst unter seinen Nachfolgern, stetigen die Griechenan, die ehemals auf ihre Unabhanglichkeit so stolz waren,sich selbst so sehr zu erniedrigen: daß sie ihren neuen Herrenden Tire! Götter gaben, ihnen Altäre aufrichteten, Tem-pel weihetei», und ihnen zu Ehren, andächtige Feste feyer-tcn. Als die Römer sich Griechenland unterwürfig Ma-cheten, so war dieser so ausschweifende als gottlose Gebrauchbereits zur Gewohnheit geworden. Ja die Griechen glau-beten, sie könnten dieselben Ehrenbezeugungen auch denen-jenigen nicht abschlagen, die die Republik ihnen zuschickete,sie zu regieren. Selbst diejenigen von diesen Statthal-tern, die sich ain allerverhaßtesten gemachet hatten, genossenihrer, als einer Zulage ihrer Würde. Verres selbst hattesehe Tempel und seine jährlichen Festtage.
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