zu den zeheri Banden der Geschichte. 29
Auf der 159 Seite, zur 6 Zeile, aus dem Hesrsdus.jDie Stelle steht in Oper. vsrl. 299. Diese Verbesserung istdem Herrn Sevin besser gelungen, als. die nächstfolgendebeym Anncreon, da anders nichts zu andern ist, als e 7 r§ oderan statt 07x0. Die beyden letzten Verbesserungenverdienen allerdings Beyfall.
Auf der 180 Seite, zur 18 Zeile. Der Schlußgrund desHerrn Sevins, der vom Worte hergenommen ist,
steht auf sehr schwachen Füßen. bedeutet nicht ei-
gentlich Papier, sondern Pergament; das hat es anfäng-lich und zu allen Zeiten bedeutet. Hernachmals, als dasPapier aufkam, hat man dem Pergamente den Namen ab«geborget, und ihn dem Papiere beygeleget, weil es eben dieDienste thut, als das Pergament, und weil man eben keinenrechten eigenen Namen für das Papier finden konnte. DasPergament hat den Namen eigenthümlich und von
Rechtswegen, das Papier aber nur erborget und erbettelt.Ich habe solches in dem Theile meiner Anmerkungen zuConskamms Ceremonie!, der noch nicht gedrucket ist, dar-gethan.
Auf der iZi Seite. Man steht nicht die geringste Ur-sache ein, warum man die so deutlichen Worte Theophrastsaustilgen und ihm absprechen sollte. Theophrast soll seinePflanzengefchichte im dritten Jahre der n 6 ten Olympiadegeschrieben haben: und in der 120 Olympiade soll das Wortfür Papier seyn gebrauchet worden. Man irretsich, wenn-man glaubet, daß dieses Wort darum, weil esin einem auf uns gekommenen Brocken einer Komödie vonangegebener Zeit vorkömmt, damals erst in Griechenlandaufgekommen seyn müsse. Vielmehr setzet eben dieseszum Voraus, daß es lange vorher schon allgemein gewesensey. Denn Lustspiele sprechen eine Sprache, die jedermannversteht. Man muß auch den langsamen und schrittweisefortschleichenden Fleiß nicht kennen, mit welchem Gelehrteihre Werke zur Vollkommenheit bringen, wenn man sich ein-bildet, Thesphraft habe nur in besagtem Jahre seine Pflan-
zenlehre