Band 
Eilfter Theil.
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zu den zchen Bänden der Geschichte. ioi

Was soll ich von den unerhörten Freyheiten sagen, diedie griechischen Tragödienschreibcr sich in Versetzung odervielmehr Verwerfung der Worte, in Erdichtung neuer unge-wöhnlicher Redensarten, und Vermengung verschiedenerGleichnisse, die sich gar nicht zusammen schicken, herausneh-men. Kein D. Luther, kein Barrhel ^ingewald,kein Hans Sachse, hat je so hart, so »«deutsch gedichtet,als Euripldes in seinem Griechischen gethan hat. Dergeht heutzutage für keinen guten deutschen Dichter durch,der nicht flüßigere Verse machet, als viele von diesem griechi-schen Dichter sind. Es ist andem, die Schönheit und Gü-te vieler andern, und der edle dichterische Geist, der in demGanzen herrschet, verdunkelt diese Mangel. Die Mengedes Vortrefflichen machet uns gegen das Schlechte mildeund langmüthig. Aber bey dem allen bleiben sie doch Män-gel, die ihm zu Liebe, man wohl wünschen möchte, an ihmnicht aussetzen zu dürfen. Man wird mir vieleicht die Ein-wendung machen, daß ich Ungrieche mir zu viel im Beur-theilen anmaße. Man wird sagen, über einen Griechen dür-fe nur ein gebohrner Griech urtheilen. Und diese haben esauch schon lange vor mir gethan. Sie haben über ihresLandsmannes Harte, Schnitzer wider seine Sprache, und diein seinen Chören herrschende Dunkelheit, eben so sehr gekla-get, als ich nimmermehr thun kann.

Auf der i66 Seite, zur 26 Zeile. Die steuern Hersgegen haben sieh mehr Mühe gegeben.^ Thut dochder Herr Abt, als wenn er der Alten ihr Geheimschreibergewesen wäre. Wer hat ihm denn gesaqet, daß die Altennicht alles gethan haben, was in ihrem Vermögen stund?Woher weis er denn, was sie gethan, oder unterlassen ha-ben ? Sie thaten ja auch Reisen in fremde Länder, um diedortige Landesart, Kräuter, Gewächse, Mineralien und an-dere Werke der Kunst und Natur kennen zu lernen. Daßsie nicht so viel Anlage, Vorschub und Bequemlichkeiten inHanden hatten, als wir, daß die Handlung und Schiffahrtsich damals noch nicht soweit erstrecken, und die Gemeinschaft/ (G) z mit