zu den zehen Banden der Geschichte, ioz
andere hin und wieder in die noch übrigen ganzen Bücherpolybs eingestreuete Stellen, wo polybius seiner Vor-gänger Versehen bemerket, zeigen zur Genüge, daß die Al-ten die Kritik vortrefflich wohl verstanden, und sich nicht ge-scheuet haben, sie auszuüben.
Haben sie, fährt Herr Gedopn fort, die Aufzüge, dieVerse des Sophokles, des Euripides, und Arrstophasnes richtig geordnet? Ja freylich. Der Neuern zu geschwei-ge«, so hak ja Aristoteles schon, außer andern auch hiehergehörigen Werken, geschrieben, wo er von den
berühmten Schauspielgedichten von beyderley Art handelt,und meldet, wenn, wie und wo, und mit was für einem Er-folge jedes ausgeführet worden, was dessen Inhalt sey, wasan jedem merkwürdiges, löbliches, oder tadelhastes sey.Schriften, in welchen dergleichen Dinge vorgetragen wurden,nennete man Herr Labricius in seiner 8>-
bliotlieca OlTLu 'I'uiii. 1. p. 670. nennet noch mehr anderealte Lrit>co8, die dergleichen ciiciulcaiiaz geschrieben haben.Hieher gehöret auch des Eracosthenes Werk von der altenKomödie; eines großen Gelehrten, nicht gar zu lange nachdem Aristoteles, von dem der Herr (öedoyn a. d. 174 b.so viel Aufhebens machet.
Daß die Kritik ehedem stark getrieben worden seynmüsse, kann man aus des Herrn Professor kValchens ge-lehrter akademischer Abhandlung: orru er proZressu sr-
tis criricw apucl liomr>no8, die zu Jena A. 1747 herausge-kommen ist, und denen daselbst häufig angeführten Schriftstel-lern mit mehren: ersehen. Kritik und Grammatik war beyden Alten einerley. Der Kritikus besserte nicht nur die Ab-schriften aus, sondern er legete auch die schwereil Worte aus,lind klärete die dunkeln Stellen aus der Geschichte und denGebräuchen auf. So verfertigte Galenus ein Wörter-buch über den Arlstophanes, Eupolis, Dgarimrs, undandere Komödienschreibcr, darinn er die Worte erklärete,die bey ihnen vorkamen, und entweder der lustigen Schau-
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