1-4 Erinnerungen und Zusätze
Auf der 174 Seite, zur 5 Zeile. Das ist ein schlechterEchluß: Weil die Athenienser, das ist, der gemeine Haufenunter ihnen glaubete, eine Sonncnstnstemiß bedeutete etwasschlimmes: so müßen die Griechen damals in der Sternkun-de nicht weit gekommen seyn. Wer wird denn Von demPöbel auf die Gelehrten schließen? Von jenem kann undwird man niemals viel Erfahrenheit in der Sternkunde er-warten. Keine Art von Aberglauben und Vorurtheil hakehedem unter dem hcydnischen Pöbel geherrschet, die nichtnoch unter dem christlichen umher schleichen sollte. Waswürde man aber sagen, wenn ich so schlösse: unsere gemei-nen Leute fürchten sich vor den Kometen; unsere Sternkun-de muß also nicht weit her seyn. Einen andern würde diegute Einrichtung des attischen Kalenders, und des cvcli kvle-wnioi auf die Vermuthung gebracht haben, die Griechenmüßten schon damals von dieser Wissenschaft mehr als dieAnfangsgründe gewußt haben. Warum dachte denn Herr(Zedoyn an das 28 Capitel des ersten Buches der /Uma-liuin vom Tacirus nicht? Oder dachte er daran, warummachete er denn nicht auch den Römern eben den Vorwurf,den sie mit gleichem Rechte verdicneten?
Auf der 175 Seite, zur z Zeile. Berühmten Brsscherschayes.^ Diese große Sammlung von Büchern sollsich auf viermal hunderttausend Bände belaufen haben.Welch eine erstaunende Menge! Welche von unsern heuti-gen Bibliotheken kömmt ihr, bey der Fertigkeit der Drucker-pressen, bey. Man lasse viel an der angegebenen Zahl fal-len. Man sehe sie auf hunderttausend, ja wenn man will,auf vierzigtausend herunter, so wird allezeit dennoch eine sol.che Menge übrig bleiben, die zu einem unwldersprechlichcnBeweise dienen kann, daß die Griechen vom Thales an,bis auf die Ptolemäer, das aufs höchste nicht mehr als drit.tehalb hundert Jahre sind, sehr viel müssen geschrieben, folg.lich es auch in den Wissenschaften weit gebracht haben.Denn so viel schlecht Zeug man auch zugestatkek, so ist dochallezeit die Menge von Schriften bey einem Volke ein Be-