Jahrgang 
auf das Jahr 1883 (CFM K 59 : 1883 Expl. 2)
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kung gleich."') In der That gehört er zu den allerbesten Werken, welch'aus dem berühmten Atelier des alten David Pfau hervorgegangen sind.Im Gegensatze zu den kolossalen Dimensionen, welche die meisten solcherWerke zeigen, sind die Verhältnisse fast miniaturmäßige zu nennen. Den-noch fehlt Nichts von den Reizen, welche diesen originellen Prodnctcn des-heimischen Kunsthandwerkes zu eignen Pflegen. Aus einem tiefen, nach-vorne zweiseitig geschlossenen Unterbau löst sich der schlanke, sechseckigeAussatz und erhält seinen Abschluß durch ein kräftiges Kranzgesimse, überdein sich eine Bekrönung mit etwas mageren, zopfig geschweiften Volutenerhebt. Pilaster gliedern die Ecken. Sie sind reliefartig mit elegantenBlattornamenten geschmückt, die aus Vasen, Kelchen und drgl., zuweilenmit Masken, Halbfiguren von Genien u. s. w. versetzt, emporwachsen.Alle diese Zierden sind aus weißem Grunde mit Meergrün und Gelb,einem hellen, etwas in's Violette gebrochenen Blau und einem trübenRosa bemalt. Zwischen Wand und Ofen erhebt sich aus doppeltemStufenbau ein zierlicher Sitz. Mit seinem Verständnisse ist der Schmuckdesselben gewählt. Hier, wo die Alten und Kranken ihren heimlichenSchlummerwinkel suchten, sind die Sinnbilder der Vergänglichkeit gemalt.An der Rücklehne, die sich zwischen bauchigen Säulchen vertieft, sieht maneinen Knaben, der sich am Spiele mit Seifenblasen ergötzt, und tiefer,wo sich dieselbe Darstellung mit der Beischrist wemsnto rnori wieder-holt, ist ein zweiter Genosse neben einer Sanduhr eingeschlummert; da-neben stehen die Worte: Hoäis inilch erus tidi. Eine seltene, aus-den Erfahrungen des Handwerks abgeleitete Logik prägt sich überhauptan unseren alten Schweizeröfen aus: in der Form der Profile, in denMotiven, mit denen der Maler sie schmückte, und der Bildung der Kachelnwieder, die mit ihren flach vertieften Ovalfeldern eine so bequeme Ruhe-stellung gestatten.

i) W. Lübke. Ueber alte Oefen in der Schweiz, namentlich im KantonZürich (Mittheilungen der antiquarischen Gesellschaft in Zürich. Bd. XV, Heft

4, S. 2k). Wiederholt in dessenKunsthistorischen Studien". Stuttgart 1869.

5. 295.