dem Wege gewesen, liederlich und unmäßig zu werden und die jetzt durchdie Umstände davon abgehalten und zurückgebracht worden."
Schließlich stellt der Verfasser die schlimmen und guten Folgen derganzen Revolutionszeit einander folgendermaßen gegenüber:
Schlimme Folgen: 1. Vermehrung der Unkeuschheit in Redenund Handlungen, besonders auch unter dem weiblichen Geschlecht, wovondie Aerzte am Besten zu erzählen wissen. 2. Vermehrung des Unglaubens,besonders zu Tage tretend in frechem Spott über Gott, Christum, Bibelund religiöse Anstalten. 3. Verminderung der Achtung gegen alle Be-hörden, Personen, Einrichtungen, die zur Erhaltung der Ordnung undSittlichkeit und zur Beförderung des Unterrichts dienen. 4. Müßiggängereiund diebischer Bettel. 5. Ungeheure Vermehrung der Streithändel undProzesse. Schlimme Advokatenwirthschaft.
Gute Folgen: 1. Vermehrte Anhänglichkeit der Guten und christ-lich Gesinnten gegen die Religion der Christen und untereinander.2. Mehr Ernst, Sparsamkeit und Ordnung im Hauswesen, mehr Selbst-beherrschung, mehr Fleiß und Arbeitsamkeit, mehr Genügsamkeit und Zu-friedenheit auch bei einem bescheidenen Theil, mehr Mäßigkeit und — sosehr sie von einer andern Seite her vermehrt wurden — von dieser Seiteher wenigstens weniger Ausschweifungen. 3. Richtigere und wahrere Be-griffe von manchen Personen und Sachen.
Werden gute und schlimme Folgen gegen einander abgewogen, soergebe sich aber, daß letztere überwiegen, jedoch durch erstere erträglich ge-macht werden.
So weit unser aargauischer Berichterstatter. Seine Ausführungenwerden durch die Berichte aus andern Kantonen fast durchweg bestätigt,und nur wenig ist zur Ergänzung hinzuzufügen. Wenn, wie der Bericht-erstatter andeutet, die erste und zweite der von ihm unterschiedenen Pe-rioden an manchen Orten nicht wohl auseinandergehalten werden können,so treten uns doch überall in der Revolutionszeit zwei Hauptperiodenentgegen, nämlich zuerst eine Zeit allgemeiner und größter Un-gebundenheit. Das Volk (einen guten Kern immer ausgenommen,