Jahrgang 
auf das Jahr 1883 (CFM K 59 : 1883 Expl. 2)
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1663.

Den 2. ^rrituni'ii. Kam mir Ihre Magdt ein gutes Jahr Jhrent-wegen ze wünschen; deren verehrte ich 1 Ducaten.

Den 27 . ck«. Gieng Frau Bas Quartierhauptmännin von Stadel-hosen in Ihr Hus, Ihre Frau Mutter heimbzesuchen, und zugleich fründt-ernstlich anzehalten, daß Sy das Geschäft nunmehr ofsenbahr werdenlaßen wolle, welches Sy auch in Bywesen des Hr. Lxnivinntoris ver-richtet, gleichwolen von d. Fr. Muter die erwünschte Antwort noch niterhalten mögen. Von dem Hr. und der Fr. verspürte Sy anders nichts,dann daß Sy einen sonderbahren guten Willen mir tragend, und sagteder Hr. daß er Gott danke, daß sein Tochter so wol versorget werde,hete sich wol nit darfür gehalten; Allein weilen die Fr. noch etwas Be-denken das Geschäft offenbahr zemachen, bette Er, man wolle noch etwasGeduld haben, ich habe doch den Zugang nach Belieben, und deßen wolleEr Ihm die Sach yfrig laßen angelegen sein, und trachten die Fr. auchze breden, möchte seines Theils von Herzen wünschen, daß d. Fr. einerandern Meinung werde.

Den 4. kUri-urii-Li. War Ihrer Fr. Muter Namenstag, derenüberschickte ich durch Schwöster Cathrindli, (uf meiner H. A. LiebstenBegehren) einen Zwyfelstrick, sambt einem Glückwunsch, und Anhaltungs-Briefli, welches Sy auch fründtlich ihm selbs abgenommen.

Den 5. War Sy ze Gast by Hr. Haupt. Schlatter's sel.

Fr. by der Haselstuden, und gieng Ich Sy um 9. Uhren daselbst abzu-hohlen, wünschte auch selbs der Fr. Schlaterin einen guten Abend, undblibend allda bis gegen 11 Uhren, darnach begleitete ich Sy vollendsheim. Sy erzählte mir, wie daß Ihr Fr. Muter mein Schreiben wolgefallen, sage aber nichts drüber weder guts noch böses, und bleibe alzeituf ihrer alten Meinung, also daß zu besorgen, Ihr Hr. Vater uf alleszusprechen und bitten die völlige Wilfahr nit werde erhalten mögen, ufwelches wir beide dann ziemlich betrübt wurden.