Jahrgang 
auf das Jahr 1883 (CFM K 59 : 1883 Expl. 2)
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Aktober

Der Rechensch aftsbericht über die Gemeinde-verwaltung pro 1880 weist u. A. Folgendes auf: DieStadt Zürich mit den Ausgemeinen zählt 75,958 Ein-mohner. In der Stadt ergaben die Steuertaxationen228 , 543,200 Fr. Vermögen und 15 , 847.100 Fr. Ein-kommen. Die Staatssteuer brachte in der Stadt1 , 124,470 Fr., die Gemeindesteuer 1 , 263,103 Fr. 20 Cts.ein. Die städtische Polizei zählte 50 Mann. Bußenwurden von derselben 2323 verhängt. Mehr wie einDrittheil des Betrags war nicht erhältlich. Jm städt.Schlachthaus wurden 5217 Stück Großvieh und 19,229Stück Kleinvieh geschlachtet. Außerdem wurden vomLande her 476,339 Kilo frisches Fleisch in die Stadteingeführt. Auf dem Fischmarkt gelangten 26,500Kilo Fische zum Verkaufe. 444 Fälle ansteckenderKrankheiten gelangten zür Anzeige, hauptsächlich Schar-lach, Typhus und Diphteritis. Die Assekuranzsummealler Gebäude der Stadt betrug 126 , 727,900 Fr., wo-von über 5 Millionen auf Staatsgebäude fallen. DieBrandassekuranzsteuer belief sich auf 1 , 446,670 Fr. An69 Brandbeschädigte wurden 256,463 Fr. vergütet.Die Militärpflichtersatztabelle weist 1922 Pflichtige auf;6916 Fr. gingen nicht ein, 540 Pflichtige mußten recht-lich betrieben werden. Für das Stadthausquartierwurden 102,205 Fr. ausgegeben; die Rechnung für dasSpitalquartier weist ein Defizit von 986,000 Fr. auf.Die für das Jndustriequartier erlaufenen Kosten steigenbis Ende 1880 auf 836,476 Fr. Das Friedhofwesenergab ein Defizit von 45,077 Fr. Das Friedens-richteramt erledigte 1613 Civilstreitigkeiten. Der Stadt-ammann fertigte 10,218 Rechtsbote und 3835 Pfand-scheine an. Rechtsvorschläge wurden 1763 ausgewirkt,764 Konkurse wurden durchgeführt. Ins Bürgerrechtwurden 489 Personen aufgenommen, davon 417 un-entgeltlich. Die Stadtwaldungen umfassen 1149V2Hektaren. Die Armengntsrechnung zeigt wieder einDefizit von 17,367 Fr. 269 Personen genossen davonihre Unterstützung, 21 mehr als im Vorjahre. DasWaisenhaus schloß seine Rechnung mit einem Vorschlagvon 16,895 Fr. Dagegen zeigt die Rechnung desBürgerasyls einen Rückschlag von 7457 Fr. Die