Jahrgang 
8 (1887)
Seite
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Vorwort.

eine vollendete Darstellung seiner Persönlichkeit zu geben.Aber ich betrachte es für eine heilige Pflicht, die ich andieser Stelle mit tiefer Wehmuth erfülle, dem so früh derWissenschaft und uns Allen Entrissenen die Versicherungwarmer Bewunderung und herzlicher Verehrung nachzu-rufen. Er war dem Goethe-Jahrbuch von Anbeginn an dertreueste Mitarbeiter, mir persönlich ein unermüdlicherFörderer, auf dessen weisen Rath und einsichtsvolle Vor-schrift ich gerne hörte. Es war an ihm nichts Unedles undKleinliches. Nur das Wesen der Sache betrachtete er mitgrossem Blick und reinem Sinn; durch ein Anschaun seinerLeistungen, seines Wesens fühlte man sich erhoben undgekräftigt. Möge das Goethe-Jahrbuch, das auf ihn als eineseiner stolzesten Zierden schaut, auch in Zukunft seinesGeistes einen Hauch verspüren!

Berlin , 3. April i88j.

Ludwig Geiger.