Jahrgang 
8 (1887)
Seite
40
JPEG-Download
 

40

Neue Mittheilungen.

gewöhnliche des Lebens verwebt, und jede Form der Dar-ftellung hat so beftimmte Gränzen u. fleht so rein abge-schnitten vor dem Aug, daß man sich recht daran ergötzt.Die schönen Stanzen, haben mich bewegt, besonders aberift mir die Stelle lieb wo das Streben dem Himmel herunterzu ziehen so schön ausgedrückt ift, u. ausgesprochen.Seyn Sie herzlich gegrüßt ich wünsche Ihnen recht heitreund glückliche Stunden damit wir uns auch Ihrer Geiftes-thätigkeit freuen können, an der wir so viel Antheilnehmen. L. Schiller.

30.

Montag früh [28? Märg 1803.]Ich muß Ihnen Beider Geheimerath, noch eine eigneEntschuldigung von meiner nicht Erscheinung bey Ihnensagen, Schiller ift wohl weniger krank, aber seit ein paartagen, mindert sich der Schmerz nicht; Starck hat ihmzugeredet herum zu gehen, und auch in der freyen luft,wenn die Sonne scheint. Nun wollen wir sehen was erselbft will. Ich war auch krank in diesen tagen, und habenoch ein dickes Gesicht. Aber ich hätte meine Übel ver-geßen um diesen Abend bey Ihnen zn sein, wenn ichSchiller allein laßen möchte, doch hoffe ich sehen wir Siebald ein andermahl, und in weniger Gesellschaft, um Siebeßer zu genießen. Haben Sie noch immer den feftenvorsaz nicht auszugehen ? Es wäre sonft sehr freundlichvon Ihnen, wenn Sie uns einen Abend schenkten in dennächften tagen, Sie würden Schiller u. mich sehr erfreuen.

L. Schiller.

3 1 -

[An Auguft v. Goethe.]

Weimar den Uten April 1808.Empfangen Sie mit diesen Zeilen, dieses kleine An-denken, welches ich vor Ihrer Abreise, durch die Unruhe,in meiner Familie, nicht vollenden konnte.