Jahrgang 
8 (1887)
Seite
119
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Anmerkungen der Herausgeber. i i 9

Schreiben Goethes an Alexander v. Humboldt (Strehlke I,S. 286) bezieht, wage ich nicht zu entscheiden.

No. 71. St. Aignan, der hier empfohlene französischeGesandte in Weimar, spielt in den nächsten Jahren in dendortigen Kreisen eine bedeutsame Rolle; in den »Annalen«wird seiner zwar nur einmal gedacht (Hempel 27, 211), sogarohne Anführung des Namens; anderes vgl. Düntzer, GoethesLeben, 2. Au fl. S. 576. 586. Der junge Voigt ist F. S. Voigt,über dessen wissenschaftliche Arbeiten und Beziehungen zuGoethe G.-J. VII, 152167 zu vgl. ist. Einige Briefe anihn, unten S. 129 fr. Der Schluss des Briefes handelt natürlichüber »Dichtung und Wahrheit«.

X. Die prächtigen Briefe Niebuhrs sind vortrefflich ge-eignet, das was man bisher von dem Verhältnis Goethesund Niebuhrs wusste, neu und vollständig zu beleuchten.Zur Würdigung dieser Briefe und des Verhältnisses zwischenNiebuhr und Goethe geben die »Lebensnachrichten überB. G. Niebuhr«, 3 Bände, Hamburg 1838. 1839, citirt =Nieb. IIII, schönes Material.

No. 73. Von der Absendung unseres Briefes spricht Niebuhrerst am 13. Dez. 1811, Nieb. I, 508. Vorher I, 493: überGoethes Jugenddisputation und seine theologische Schrift,I, 503. 504 Uber den Anfang von »Dichtung und Wahrheit«;die letztere Stelle ist sehr schön. Das Werk, das mit unsermBriefe übersendet wurde, ist der erste die Königszeit be-handelnde Band der »Römischen Geschichte«.

No. 74. Die Antwort Goethes, vom 17. Dez. 1811, dieam Anfang erwähnt wird, ist gedruckt Nieb. III, 359 f., übersie handelt Niebuhr sehr beglückt 28. Dez. 1811, Nieb. I, 509.Das. I, 529: ausführlich Uber Wilhelm Meister vgl. S. 528(Vgl. auch I, 527 : Humboldts Bericht über Goethes Äusserungen).

No. 73. Diesen ausführlichen Brief an Goethe kündigtNiebuhr schon an Nieb. I, 522. Die Antwort Goethes vom23. Nov. 1812 gedruckt Nieb. III, 361363 wird mit Freudeerwähnt: Nieb. I, 533 vgl. auch II, 101, wo eine merkwürdigeBeurtheilung von »Dichtung und Wahrheit«, 2. Theil. DasWerk, welches Niebuhr mit diesem Briefe empfiehlt, ist derdie Geschichte der ältern Republik behandelnde zweite Theilseiner »Römischen Geschichte«.

No. 76. Weder unser Brief noch die Antwort, die amAnfang von No. 77 erwähnt ist, werden in den »Lebens-nachrichten« berührt. Die »persönlichen zerstörenden Schick-sale«, welche Niebuhr betroffen hatten, waren der Tod seinesVaters und seiner ersten Gattin (26. April, 20. Juni 1815).Das Werk, das Niebuhr ankündigt, ist die Herausgabe derFragmente des Cornelius Fronto; die Reise nach ItalienNiebuhr war zum ausserordentlichen Gesandten bei der Curie