Jahrgang 
8 (1887)
Seite
131
JPEG-Download
 

Dreizehn Briefe nebst einem Fragment Goethes.

131

wusste man aus Eckermanns Bericht 27. Sept. 1827 (Ge-spräche III, ißofg.) und durch die ehrenvolle Erwähnung undSchilderung des Besuchers, welche Goethe an Zelter gibt (Brief-wechsel IV, 399 fg.), also nach unserem Brief. Die Bekannt-schaft wurde durch Zelter eingeleitet, der eine poetische Sen-dung Streckfuss überschickt 8. Febr. 1824, wofür dann Goethe-8. März einige freundliche Worte spendet (Goethe-Zelter III,398. 401). Am i2. Aug. 1826 (a. a. O. IV, 197) sendet Goethefür Streckfuss ein Buch mit einigen Worten in Reimen undProsa (abgedruckt das. 199201), am 6. Sept. kleine Aufsätzeüber die Dante-Übersetzung (das. 215 220). Dass Streckfussdann einen directen Brief erhielt geht aus Zelters Äusserung»Streckfuss hat mich seinen Brief von Dir lesen lassen« (2. Febr.1827, S. 240) hervor. Bei der »Arbeit unseres MayländerFreundes« muss man an Manzonis Verlobte denken. Demsteht nur entgegen, dass Zelter schon 22. April 1827 (IV, 307)schreibt: »Manzoni ist auch an Streckfuss besorgt, der sichmit seinem Danke an Dich selbst wenden mag«, denn hiersind vermuthlich die in Jena mit einer Vorrede Goethes er-schienenen Opere poetiche Manzonis gemeint (Hempel XXIX,650fr.) Dass Goethe »I promessi sposi« damals eben zuge-kommen waren, geht aus dem Briefe an Knebel 21. Juli 1827hervor. Übrigens wurde der Roman nicht von Streckfuss,sondern von Daniel Lessmann und Bülow übersetzt. Vgl. darüberG.-J. III, 242. L. G.]

An F. S. Voigt. 30. Juni 1828.

Ew. Wohlgeboren

erhalten hiebei einige Büttnerische Papiere so operos alswunderlich, es soll mich freuen, von Ihnen darüber wissen-schaftlich aufgeklärt zu werden.

Die eingesendete Quittung liegt autorisirt bei, ichwünsche, daß Sie von dieser kleinen Summe zu unserenwissenschaftlichen Zwecken geeignete Verwendung machenmögen. Gedenken Sie meines neulichen Wunsches, sowerden wir bei meiner näcbften Ankunft in Jena mancheangenehme und lehrreiche Unterhaltung genießen können.

Auch theile zugleich ein Gutachten unseres Präsidentenin Bonn über fossile Früchte mit, welche in dem Kalten-nordheimer Kohlenwerke Vorkommen.

9