Jahrgang 
8 (1887)
Seite
138
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Neue Mittheilungen.

Die Rechnung wie er sie sendet soll alsobald bezahlt werden.Die Gläser wenn sie noch gelingen sollten schickte derwerthe Mann allenfalls nach.

Das Bild der Frau von Heygendorf habe noch nichtgesehen; es wird auch unvollendet einen theuren BeweisIhres Kunstverdienstes abgeben. Erhalten Sie mir ein höchstschätzbares Andenken und bleiben des Meinigen, so wieeiner vollkommenen Hochschätzung und wahrhaften Antheilsfür immer versichert. Ihrer werthen Lebensgefährtin 'undden lieben Kindern meine besten und herzlichsten Grüsse.

Weimar Treu 1 den Treuen ewiglich

den 26 . Juni I. W v Goethe

1829.

12 2 .

An Stieler. 28. Juli 1829.

Indem ich Nachstehendes 3 absende, ergreife die Ge-legenheit eine Bemerkung mitzutheilen, welche mir dieseTage gar freundlich entgegen kam; ich fand nämlich daßman für eine bedeutende Gabe erst nach einiger Zeitwürdig danken könne. Das Bild welches Ibro MajestätGnade und Ihrer Sorgfalt zu danken habe, wächst jetzo,da es in den Zimmern meiner Tochter aufgehängt ist,gleichsam an Werth, indem sich jedermann daran erfreutund die Meinigen es als ein Capital ansehen können, vondem sie, für ew 7 ige Zeiten, für sich und andere die erfreu-lichsten Zinsen an Erinnerung Wohlbehagen und Dank-barkeit zu gewinnen im Fall seyn werden.

Das Bild der Frau von Heygendorf, wie man Ihnengewiss schon gemeldet hat, ist nicht mit geringerer Theil-nahme empfangen worden. Ich behielt es einige Tage imHause, zu meiner und der nächsten Freunde grösster Ver-

5 Von hier ab eigenhändig.

2 duartbogen, 3V2 Seiten beschrieben; dictirt, Unterschrift eigen-händig. Adresse: Des Herrn / Hofmaler Stieler/ Wohlgebornen/ nach/München / frank

3 d. h. die drei letzten Absätze.