Jahrgang 
8 (1887)
Seite
240
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240 Nachträge und Berichtigungen zu Band VII und Band VIII.

heit und Tod in so vielfacher Gestalt um sie herschwebte,spielte sie . . . Komödie. Ich ward lebhaft an den berühmtenKupferstich von Orgagna erinnert.«

Schliesslich habe ich noch zu bemerken, was mir inmeinem Aufsatz als ein selbstverständliches überflüssig schien :dass ich den Einfluss der Camposantobilder mir keineswegsals einen ausschliesslichen denke. Sie gaben den entscheidendenAnstoss und blieben im Mittelpunkte; ganz nothwendig aberhaben sie Reminiscenzen auch an andere gegenständlich ver-wandte Werke, zumal der nordischen Kunst, erweckt undangezogen. Wie weit man bestimmte Einzelzüge, etwaz. B. die Scheidung in »Dickteufel vom kurzen, geraden Horne«und »Dürrteufel vom langen, krummen Horne« daraufzurückführen dürfe, will ich nicht entscheiden. G. Dehio.

Zu S. 263. Der »Triumph des Todes« auf dem CampoSanto zu Pisa hat Goethe zuerst aus dem Tieckschen Roman»Sterbalds Wanderungen« kennen gelernt; s. meine Ausgabe»Tieck und Wackenroder« (Berlin und Stuttgart o. J.) S. 32ofg.Goethes Urtheil über den Roman S. 108 fg. Minor.

.S. 281 ist Absatz I und III als Strophe, Absatz II undIV als Antistrophe hinter einander zu lesen.

Zu S. 301 ff. In einem Theile der Auflage steht irrthüm-licher Weise der Name »v. Pentheler«; es muss richtig »v. Per-thaler« heissen.

Zu S. 32g. Der Adressat des Briefes heisst, wie Herr Prof,v. Liitzow erinnert, Ellmaurer.

Zu Band VIII, S. 182. Der dort angeführte kleine Verswar mir in dieser Form mündlich mitgetheilt worden. Nach-träglich habe ich eine Abschrift desselben auch im Weimari-schen Goethe-Archiv gefunden; die zweite Verszeile ist hiervollständiger. Der Spruch lautet:

Geniesse dies nach deiner eigenen Weise.

Wo nicht als Trank, doch als beliebte Speise.

Auf demselben Blatte folgt der Vers unmittelbar:

Es ist nicht gut die Formen auszuschliessen,

Denn sub utraque lässt sich das geniessen.

Vielleicht bezog sich auch dieser Vers auf den kleinen S. 182berichteten Vorfall. Wenigstens wäre der kirchliche Vergleichauf böhmischem Boden erklärlich. v. Loeper.