Jahrgang 
8 (1887)
Seite
298
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Bibliographie.

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weitert damit das lyrische Gebiet: Mondcultus und Ritt. Durch-nahme einiger den Ritt behandelnden Lieder von Uhland,Heine, Geibel.

Seydel 1 . Religion und Wissenschaft. (Leipzig 1887 S. 22 ff.)

»Das Rosenkreuz«, worin besonders auf S. 37 ff. Be-ziehungen der »Geheimnisse« zur »Chymischen Hochzeit«Uber die Winke Düntzers und v. Loepers hinaus verfolgtwerden, ohne allzu findige Deutelei, einsichtig, aber auch wiezu erwarten ohne durchschlagende Ergebnisse.

Liebeslied eines amerikanischen Wilden.

Chuquet weist in der Revue critique (abgedruckt inKürschners »Signalen« S. 208) nach, dass das Gedicht keineÜbersetzung nach Montaigue, sondern eine Nachahmung derdes Ewald von Kleist ist. Er stellt den Schluss beiderGedichte neben einander.

E. v. Kleist.

Goethe.

Alsdann wird deine SchönheitVor allen andern SchlangenDer Welt gepriesen werden.

Deine Schönheit, deine BildungWird von allen andern SchlangenHerrlich dann gepriesen werden.

Th. v. Riekhoff: Zu Goethes Braut von Korinth. (SchnorrsArchiv Bd. XV, Heft 1, S. 103112.)

Gibt als Quelle an: Der Persianische Robinson oder dieReisen und gantz sonderbare Begebenheiten dreyer Printzenvon Serendiz, wegen ihrer Anmuthigkeit aus dem Persianischenin die Frantzösische und aus dieser in die Teutsche Spracheübersetzet. Mit Kupfern. Leipzig bei Moritz Georg Weid-mann Anno 1723. Führt die spezielle Stelle S. 136 ff. wört-lich an.

Rob. Falck, Graf Rastopschin und Goethe. (»Die Gegenwart«Bd. XXX, No. 33, S. 105107.)

Graf Fedor Rastopschin 17601826 schrieb 1823, 19. Juliin Carlsbad der Pianistin Casimira Wolowska ins Album eingeistreiches Testament und Epitaphe, worauf sich GoethesAlbum-Inschrift, Marienbad 18. Aug. 1823 »Dein Testamentvertheilt« bezieht. Z. 3 u. 4 dieser Inschrift bieten Variantenzu unseren Drucken. Sie lauten:

Vermächtniss auf Vermächtniss ausgespendet,Zufrieden jedes nur ein Theil zu haben.

Diese Notiz rührt von Erich Schmidt her.